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Nachricht vom 20.11.2020    

Für mehr Sicherheit: Wissens Ordnungsamt jetzt im RegioBahnhof

So wie bereits Mitte des Jahres angekündigt, befindet sich das Ordnungsamt seit kurzer Zeit in Wissens RegioBahnhof. Kurz nach seinem Amtsantritt als Bürgermeister für die Verbandsgemeinde und die Stadt Wissen hatte Berno Neuhoff diese Veränderung für mehr Bürgernähe und mehr Sicherheit in der Stadt ins Auge gefasst. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei wird das Ordnungsamt deutlich mehr Präsenz zeigen können.

Mit Katrin Wolf und Michael Heinze (Kommunaler Vollzugsdienst) hat die Ver-bandsgemeinde Wissen ein bewährtes Team, welches den vielfältigen Aufgaben des Ordnungsam-tes auch über die fußläufigen Stadtgrenzen hinaus nach kommt. (Fotos: Verbandsgemeinde)

Wissen. Bekanntlich ist die Polizei aller Freund und Helfer. In Wissen gibt es tagsüber bis in die Abendstunden die Polizeiwache – nachts erfolgt die Betreuung im Wisserland durch die Polizeiinspektion Betzdorf. Jedoch sind viele der gesetzlichen Aufgaben dem „uniformierten“ Ordnungsamt übertragen. Mit Katrin Wolf und Michael Heinze (Kommunaler Vollzugsdienst) hat die Verbandsgemeinde ein bewährtes Team, das diesem Auftrag nachkommt – sowohl im Innen- wie im Außendienst und das seit kurzer Zeit mit Dienststelle im RegioBahnhof.

Mehr als nur "Knöllchen" schreiben
Weit über das „Knöllchen schreiben“ hinaus gehen die Aufgaben des Ordnungsamtes. Neben der Kontrolle des ruhenden Verkehrs nimmt es Tätigkeiten zum Jugendschutz, Durchführungen von Zwangsmaßnahmen (wie Schulzuführungen, Kfz-Stilllegen), Überwachung von Straßen, Friedhöfen, Grün- und Parkanlagen sowie Kinderspielplätzen (u.a. Steinbuschanlage) und Anliegen zu Lärmbelästigungen wahr, um nur einiges aus dem vielfältigen Tätigkeitsgebiet von Katrin Wolf und Michael Heinze zu nennen. Nicht zu vergessen ist ganz aktuell auch die Überwachung zur Einhaltung der Corona-Bekämpfungsverordnung. Vieles aus ihrem Wirkungsbereich findet gleichwohl im Verborgenen am Schreibtisch statt.

Für die Verbandsgemeinde Wissen mit knapp 15.000 Einwohnern, davon allein rund 8.500 allein in der Stadt mit ihren besonderen Sicherheitsvorkehrungen, sei die Stellenbesetzung von 1,5 Mitarbeitern schon fast zu knapp, so Neuhoff. Denn auch für den Kreis ist das Team vom Ordnungsamt aktiv und einige Handlungen finden in Zusammenarbeit mit der Polizei statt, wie zum Beispiel Hausdurchsuchungen.

Für die eigene Sicherheit während der Ausübung ihrer nicht immer ganz ungefährlichen Aufträge sorgt neben Schlagstock und Pfefferspray eine besondere Ausbildung.

Verlegung und Neustrukturierung mit dem Ziel für mehr Sicherheit
Ziel der Verlegung des Ordnungsamtes in den RegioBahnhof, so Neuhoff, sei mehr Präsenz außerhalb des Rathauses für die Bürger auf den Straßen und Plätzen in der Stadt sicher zu stellen. Aus der Not machte die Verwaltung so eine Tugend. Denn mit Einführung des Bürgerbüros im Rathaus, das neben den Tätigkeiten des Einwohnermeldeamtes jetzt zusätzlichen Bürgerservice anbietet und damit mehr Platz benötigte, musste für das Ordnungsamt eine andere Lösung gesucht werden.

Gefunden wurde diese in freien Räumlichkeiten des zentral gelegenen RegioBahnhofs. Damit ist das Ordnungsamt mit seinen Vollzugsbeamten nun deutlich näher an die Menschen und die Probleme in der Stadt heran gerückt, zumal mittelgroße Städte wie Wissen in ihrer Verwaltung den gesetzlichen Auftrag haben, eigenständig für Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen.



v.l.: Bürgermeister Berno Neuhoff, Michael Heinze und Katrin Wolf.


Vom RegioBahnhof ist man schnell zu Fuß an den wichtigsten Punkten in der Stadt, im Bahnhof selbst können Rauch- und Alkoholverbote besser kontrolliert werden, gerade hierzu kam es immer wieder zu Beschwerden von Pendlern. Die von der Stadt Wissen installierte Videoüberwachung am Bahnhof zahlt sich in diesem Bereich schon jetzt aus und hilft Ordnungswidrigkeiten zu ahnden.

Wie andere Städte auch, ist das Ordnungsamt nun zudem mit einem PKW ausgerüstet. Denn das Sicherheitsbedürfnis geht weit über die fußläufige Stadtgrenze hinaus. Neben den Brennpunkten in Wissen, wie in der Rathausstraße, in Supermärkten, auf Parkdecks, in der Steinbuschanlage und der gesamten Innenstadt, kommt es immer häufiger auch zu Einsätzen in den Ortsgemeinden. Zwar ist es dort ruhiger, doch das Bedürfnis nach Sicherheit hat insgesamt zugenommen und die Fallzahlen des Ordnungsamtes steigen in den Gemeinden ebenfalls. Darüber hinaus erhält Bürgermeister Berno Neuhoff oft viele Briefe und Anrufe, in denen sich ältere Bürger/innen und Frauen mehr Präsenz und Einsatz des Ordnungsamtes auch abends wünschen.

Neuhoff setzt auf eine optimierte Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsamt
Neuhoff möchte hier nicht, wie viele andere Städte, abends einen teuren Security-Dienst beauftragen. Vielmehr setzt er zukünftig auf eine noch engere Zusammenarbeit von Ordnungsamt und Polizei. „Mehr Bürgerservice im Bürgerbüro und Unterstützung der Polizei durch das Ordnungsamt, um den gestiegenen Sicherheitsbedürfnissen Rechnung zu tragen, kostet Geld, zahlt sich aber aus. Dies gehört für mich zu den Kernaufgaben einer Verbandsgemeindeverwaltung“, so Neuhoff und erläutert weiter, dass andere Verbandsgemeinden im Kreis und Kommunen im Oberbergischen genau diesen Weg schon länger gehen.

In Kürze wird Neuhoff zusammen mit der Polizei neuralgische Punkte in der Stadt und in den Gemeinden begehen und festlegen, wie die Zusammenarbeit noch optimiert werden kann. Dazu möchte er auch gelegentlich am Wochenende und in den Abendstunden das Ordnungsamt einsetzen.

Die Öffnungszeiten des Ordnungsamtes im RegioBahnhof sind Dienstags von 9 Uhr bis 12 Uhr und Donnerstags von 15 Uhr bis 18 Uhr. Anlaufstelle für Verwaltungsdienstleistungen ist das Bürgerbüro zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus. (KathaBe)


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