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Nachricht vom 25.11.2020    

Impfzentrum in Wissen soll Mitte Dezember einsatzfähig sein

Für das Impfzentrum des Kreises Altenkirchen, das in Wissen entstehen soll, räumt die Verbandsgemeinde Wissen ihre Sitzungssäle im Gebäude der Westerwald Bank – hier steht ausreichend Platz zur Verfügung. Nach Vorgabe des Landes Rheinland-Pfalz soll das Impfzentrum am 15. Dezember seinen Dienst aufnehmen können.

Das Impfzentrum zieht in die Sitzungssäle im Gebäude der Westerwald Bank in Wissen. (Foto: ddp)

Altenkirchen/Wissen. Landrat Dr. Peter Enders hatte es bereits in der jüngsten Kreistagssitzung angekündigt: Das Corona-Impfzentrum für den Kreis Altenkirchen wird zentral in Wissen eingerichtet. Jetzt wird es konkret: Nach Prüfung verschiedener Optionen in der Siegstadt ist die Entscheidung für die Sitzungssäle der Verbandsgemeinde im Obergeschoss der Westerwald Bank gefallen. Hier stehen auf rund 480 Quadratmetern der große und der kleine Sitzungssaal (Kuppelsaal und Europasaal), das Trauzimmer sowie ein weiterer Besprechungsraum zur Verfügung.

Kurzfristige Einrichtung möglich
„Der Kreis ist der Verbandsgemeinde Wissen als Mieter und der Westerwald Bank als Eigentümer sehr dankbar, dass wir hier kurzfristig die Voraussetzungen schaffen können, ein Impfzentrum einzurichten“, unterstreicht Landrat Enders. „Die Vorgabe des Landes ist, dass die Impfzentren in allen Landkreisen und kreisfreien Städten am 15. Dezember einsatzfähig sein sollen. Der Kreis trägt seinen Teil dazu bei.“ Außerdem sehen die Planungen vor, dass die Impfzentren bis Ende 2021 in Betrieb sein sollen. „Das ist aber sicher auch davon abhängig, ab wann Impfstoffe verfügbar sind, die dann auch bei den Hausärzten verimpft werden können“, erklärt der Landrat.

Für das Gebäude in der Wissener Innenstadt sprechen vor allem die vorhandene Ausstattung der Räumlichkeiten und die Parkmöglichkeiten. Städtische Parkplätze gibt es sowohl in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gebäude als auch fußläufig am Parkdeck an der Bahnparallele. Und: Durch den Eingang vom Platz des Wissener Jahrmarktes aus und den Ausgang über die Seitentreppe des Gebäudes lässt sich ein Einbahnstraßen-System für den Impfbetrieb realisieren. Der Bankbetrieb im Erdgeschoss wird – wie auch bei der Nutzung durch die Verbandsgemeinde – nicht beeinträchtigt.

Logistische und personelle Vorbereitungen laufen
Zunächst werden in den nächsten Wochen nun in Abstimmung mit Land und Gesundheitsamt die Räumlichkeiten logistisch auf die Anforderungen des Impfzentrums ausgerichtet, Mobiliar, IT-Technik sowie Kühlvorrichtungen installiert, die teilweise vom Land gestellt werden. Dabei wird ausreichend Zeit sein, verschiedene Varianten durchzuspielen, wie die Impfstraßen am besten angeordnet werden. Der Impfstoff selber und das entsprechende Material kommen ebenfalls vom Land, das auch eine zentrale Terminvergabestelle für die Impfungen aufbaut. Parallel dazu laufen personelle Vorarbeiten: Das Land bindet dabei die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz verpflichtend ein. Um keine Zeit zu verlieren, hat der Kreis schon vorgearbeitet. Eine Abfrage unter den Mitgliedern der Kreisärzteschaft hat bis dato rund 40 Rückmeldungen von praktizierenden und im Ruhestand befindlichen Ärztinnen und Ärzten gebracht, die bereit sind, insbesondere die Aufgabe der Impfberatung zu übernehmen. „Für diese Bereitschaft sind wir sehr dankbar. Das ist ein tolles Zeichen der Solidarität. Hier stimmen wir nun nach und nach ab, zu welchen Konditionen der Einsatz erfolgt und wer für welche Aufgaben in Frage kommt“, erklärt Enders. Ebenfalls mit von der Partie sind die Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), deren Aktive mit der entsprechenden Qualifikation den Kern des medizinischen Personals für das Impfen selber stellen werden. Hierzu werden zudem noch weitere Kräfte angeworben.

Verbandsgemeinde und Westerwald Bank gaben schnell grünes Licht
Wissens Bürgermeister Berno Neuhoff hatte keinen Augenblick gezögert, die Etage der Sitzungssäle ins Gespräch zu bringen, als sich abzeichnete, dass ein Impfzentrum in die Kreismitte sollte: „Wir sind gerne Impfstandort für alle in unserem Kreis. Wissen bietet aufgrund seiner Zentralität, mit Regio-Bahnhof, Parkgelegenheiten und Notarzt in direkter Nähe Vorteile. Mit Kulturwerk und Walzwerk haben wir für unsere Gremiensitzungen, Trauungen und jeden anderen gute Tagungsmöglichkeiten.“ Die Verbandsgemeinde werde sich entsprechend einbringen und den Kreis nach Kräften unterstützen.

Auch die Westerwald Bank als Eigentümer des Gebäudes und Vermieter brauchte nicht lange, um eine Entscheidung zu treffen: „Hier geht es um eine Aufgabe von überragender Bedeutung – regional, national, international. Es ist für die Westerwald Bank eG eine Selbstverständlichkeit, hier zu unterstützen und damit unserer regionalen Verantwortung gerecht zu werden", sagt Bankvorstand Dr. Ralf Kölbach.

Noch offen ist derzeit die endgültige Priorisierung der zu impfenden Gruppen, die auf Bundesebene festgelegt wird: Man rechnet damit, dass es sich dabei um medizinisches Fachpersonal handelt, um Angehörige von Polizei und Katastrophenschutz, aber auch um Risikogruppen. Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen, so der derzeitige Stand, werden voraussichtlich durch mobile Teams geimpft, deren Einsatz vom Land koordiniert wird. (PM)


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