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Nachricht vom 26.11.2020    

Niedrigzinsen wachsende Herausforderung für Volksbank Gebhardshain

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank stellt auch die Volksbank Gebhardshain zunehmend vor Herausforderungen. Trotzdem konnte sie nun auf ihrer ersten virtuellen Generalversammlung positiv auf 2019 zurückblicken. Das liegt unter anderem an einem anhaltenden Boom bei Wohnimmobilien und an regen Investitionen der heimischen Wirtschaft.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie fand die Generalversammlung der Volksbank Gebhardshain erstmals in der 132-jährigen Bankgeschichte virtuell im Internet statt. (Foto: Bank)

Gebhardshain. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie fand die Generalversammlung der Volksbank Gebhardshain erstmals in der 132-jährigen Bankgeschichte virtuell im Internet statt. Die Beschlussfassung zur Gewinnverwendung des Jahresüberschusses 2019 war aufgrund ausdrücklicher behördlicher Empfehlungen erst ab Oktober 2020 möglich.

Die Volksbank Gebhardshain hat 2019 ihr Kreditgeschäft in der Region weiter ausgebaut. „Auch im zunehmend schwierigen Zinsumfeld stehen wir unseren Kundinnen und Kunden als zuverlässige Finanzierungspartner zur Seite“, unterstreicht Vorstandsmitglied Manuel Weber anlässlich der Generalversammlung. Die Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank stelle allerdings eine steigende Herausforderung für die Bank, aber auch die Sparer dar.

Der schwierigen Zinssituation zum Trotz flossen der Genossenschaftsbank 2019 weitere Kundeneinlagen zu. Deren Volumen erhöhte sich um 4,6 Prozent auf 131,2 Millionen Euro. „Bei so niedrigen Zinsen, wie wir sie im Moment haben, ist es besonders wichtig, auf ertragsstärkere Anlageformen wie Aktien und Fonds zu setzen und nicht die gesamten Ersparnisse auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto zu belassen“, betont Bankvorstand Weber. Der anhaltende Boom bei Wohnimmobilien aber auch die lebhafte Investitionstätigkeit der heimischen Wirtschaft 2019 hätten zur Folge, dass die Ausleihungen der Volksbank Gebhardshain an ihre Kunden um 10,9 Prozent auf 114,5 Millionen Euro zugenommen hätten. Die Bilanzsumme der Kreditgenossenschaft stieg 2019 auf 150,1 Millionen Euro.

Besonders erfreulich sei auch die Zahl der 111 neu aufgenommenen Mitglieder. Die Mitglieder honorierten die wichtige Rolle der Bank im regionalen Kredit- und Einlagengeschäft. Dies sei für die Volksbank ein zentraler Teil des genossenschaftlichen Förderauftrages. Daher freut sie sich sehr über die meist langjährigen Verbindungen und dankt folgenden Mitgliedern für ihre bereits 60-jährige Verbundenheit: Stefan Benner, Elkenroth, Walter Diedershagen, Malberg, Willibald Mockenhaupt, Gebhardshain, Heinrich Orthen, Gebhardshain, Albert Philipp, Malberg, Willi Schupp, Gebhardshain, so der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Koch.

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft wurden darüber hinaus gedankt: Helmut Arndt, Nauroth, Edgar Artz, Rain, Hermann Josef Christian, Rosenheim, Maria Magdalena Diedershagen, Dickendorf, Manfred Häring, Mörlen, Elmar Hoechtlen, Elkenroth, Firma Isidor Schmidt GmbH, Dickendorf, Ortsgemeinde Gebhardshain, Ortsgemeinde Steineroth, Paul Gerhard Pfeiffer, Elkenroth, Hannelore Rötzel, Gebhardshain, Manfred Seifer, Steinebach und Josef Strauch, Rosenheim.

Das Engagement der Bank für ihre 2.929 Mitglieder und die Region beschränke sich aber nicht auf das klassische Bankgeschäft. Das zeigten vielfältige Unterstützungsleistungen für lokale Vereine und Initiativen, so Vorstand Weber. Insgesamt griff die Volksbank Gebhardshain Kindergärten, Schulen und Vereinen in der Region im vergangenen Jahr mit 34.500 Euro unter die Arme.

Detailliert berichtete die Volksbank auf der Generalversammlung über ihre Ertragslage. Der Jahresüberschuss betrug demnach 201.000 Euro und lag damit in etwa auf dem Vorjahresniveau. „In unserer Ergebnisentwicklung macht sich natürlich das aktuelle Zinsumfeld bemerkbar“, so Vorstand Weber. Er erinnerte daran, dass die Europäische Zentralbank im September 2019 den Satz, den Kreditinstitute zahlen müssen, wenn sie Kundeneinlagen kurzfristig bei ihr parken, von 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent erhöhte.

Die 2.929 Anteilseigner der Genossenschaftsbank erhalten als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 4,5 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Versammlung einstimmig.

Die Mitglieder zeigten sich laut der Bank mit der Geschäftspolitik des Jahres 2019 zufrieden. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Koch beschlossen die sie Änderungen zur Satzung sowie zur Vergütung des Aufsichtsrats und entlasteten Vorstand sowie Aufsichtsrat. Einig zeigten sich die Mitglieder auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Paul Arndt und Klaus Kühn wurden für drei weitere Jahre in das Aufsichtsgremium gewählt. (PM)


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