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Nachricht vom 27.11.2020    

Raiffeisen und Schulze-Delitzsch schauen aus dem Raiffeisenhaus in Flammersfeld

In den Fenstern des Flammersfelder Raiffeisenhauses sind in der Vorweihnachtszeit Porträts von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, die zwei großen Gründer von Genossenschaften in Deutschland am Endes des 19. Jahrhunderts, zu sehen. In den Abendstunden werden die Porträts angestrahlt.

Raiffeisen (links) und Schulze-Delitzsch schauen beleuchtet aus dem Fenster des Raiffeisenhauses in Flammersfeld. (Foto: Stephan Fürst)

Flammersfeld. Die beiden Genossenschaftsväter blicken so auf den stattlichen Weihnachtsbaum vor dem Raiffeisenhaus. Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und der stellvertretende Raiffeisenhausleiter Stephan Fürst wollen mit dieser Aktion einen kleinen Beitrag zur Bewahrung des Andenkens an die beiden großen Persönlichkeiten und deren Ideen beitragen. Bürgermeister Fred Jüngerich und Rolf Schmidt-Markoski (Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde): „Genossenschaften sind heute aktueller denn je und werden von immer mehr Menschen geschätzt, weil sie für Werte wie Mitbestimmung, Selbsthilfe und Nachhaltigkeit stehen“.

Wie hat wohl Raiffeisen Weihnachten gefeiert?
Die Touristinfo der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und der stellvertretende Raiffeisenhausleiter Stephan Fürst haben sich die Frage gestellt: „Wie hat wohl F. W. Raiffeisen mit seiner Familie während er im Raiffeisenhaus in Flammersfeld lebte (1848 bis 1852) Weihnachten gefeiert?

Zum Haushalt gehörten 1850 die Ehefrau Raiffeisens Emilie sowie die Kinder Amalie, Caroline und Anna. Den Heiligabend damals, so wie wir ihn heute kennen, gab es nicht. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde früh die Bescherung abgehalten und anschließend gemeinsam der Gottesdienst besucht, der im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes stand. Das Mittagessen fiel etwas üppiger aus als an anderen Tagen, ausnahmsweise gab es vermutlich einen Braten.

Stephan Fürst: „So könnte es gewesen sein“
Vier Finger streckt die kleine Amalie in die Luft, „und ein paar Monate“ sagt sie mit einem verschmitzten Lächeln als Antwort auf die Frage „Wie alt bis Du?“. Am Morgen hat sie noch schnell einen weiteren Kreidestrich, der ehemals 24 des einfachen Adventskalender an der Tür, weggewischt.



Jetzt hilft Amalie gerade Ihrer Mutter Emilie Strohsterne für den Weihnachtsbaum zu basteln. „Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben...“ stimmt Mutter Emilie an. Vater Friedrich Wilhelm Raiffeisen besorgt einen schön gewachsenen Tannenbaum. Diesen schmückt die junge Familie mit den selbst gebastelten Strohsternen, einigen Nüssen und drei Äpfeln zu einem wundervollen Weihnachtsbaum. Die Teilnahme am Gottesdient in der schmucken Kirche ist an Weihnachten selbstverständlich. Hier der Geburt von Jesus Christus und den christlichen Werten gedenken und an Amalie weitergeben ist Vater Friedrich Wilhelm ein wichtiges Anliegen.

Was es Schönes zur Bescherung gab können wir nur mutmaßen, doch ein „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Oh Tannenbaum“ werden in den Zimmern des Bürgermeisterhauses erschallt sein.

Zur Öffnung des Raiffeisenhauses
Ab dem 17.01.2020 finden jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr offene Führungen im Raiffeisenhaus statt. Im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich bei Martina Beer (Touristinfo), Telefon: 02681 85-193, E-Mail: tourist-info@vg-ak-ff.de (PM)



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