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Nachricht vom 13.09.2007    

Acht Ameisenvölker umgesiedelt

Eine neue Heimat für etwa fünf Millionen Ameisen. Von der nahen K 9 wurden jetzt acht Ameisenvölker von Flammersfeld auf eine vom Orkan "Kyrill" geschlagene Lichtung nahe Schürdt umgesiedelt. Dort brauchen sie nicht mehr eine tägliche Dezimierung durch vorbeifahrende Fahrzeuge zu fürchten.

Ameisenumsiedlung

Flammersfeld/Schürdt. Großaktion an der Kreisstraße 9 von Flammersfeld nach Seelbach. Am linken Fahrbahnrand hatten sich acht Ameisenvölker auf einer Strecke von etwa 200 Metern häuslich eingerichtet. Das Fatale an der Geschichte war, dass der fließende Straßenverkehr die kleinen, emsigen Tierchen täglich stark dezimierte. Abertausende Ameisen fanden den Tod durch Überfahren. Abhilfe war hier dringend geboten, wenn die Saubermänner des Waldes nicht langsam, aber sicher dem Untergang entgegen gehen sollten.
Ameisen-Spezialist Dieter Krämer aus Hamm und Werner Ebach, Abteilung Natur- und Artenschutz in der Kreisverwaltung, suchten und fanden Unterstützung. Einen neuen Ansiedlungsplatz bot Helmut Strickhausen aus Schürdt an. In einen Waldbereich, in den der Orkan "Kyrill" eine Lichtung geschlagen hatte, wurden die fünf Millionen braun-schwarz-roten Tiere samt ihre Erde wieder angesiedelt.
Bürgermeister Josef Zolk begrüßte diese Aktion, die auch noch vom Straßenbauamt tatkräftig unterstützt wurde. Ein Lastwagen reiste an und hob mit seinem Baggerarm die acht Ameisensiedlungen aus, verfrachtete sie auf die Ladefläche und fuhr mit ihnen gut vier Kilometer weiter ins benachbarte Schürdt. Dort hatten Krämer und Ebach bereits für den Neuanfang das Gelände vorbereitet. So wie die Ameisenvölker auf den Lastwagen gekommen waren, wurden sie auch wieder entladen und im Kahlschlag platziert. Eine optimale Stelle für die Ameisen, waren sich Krämer und Ebach einig. Ab 11, 12 Uhr haben sie Sonne und ihre Behausungen liegen geschützt nahe einem Feldweg. Die restlichen Ameisen, die an der K 9 nicht aufgenommen werden konnten, so Krämer - es können etwa zwei Millionen sein -, werden sich wieder sammeln und sich für den Winter sich in aller Schnelle eine neue Siedlung bauen. Was die Ameisen nicht wussten, sie waren neben Krämer und Ebach Hauptdarsteller in einem Streifen des ZDF, das diese ganze Umsetzaktion filmte. (wwa)
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In einem Windbruch bei Schürdt wurden die acht Ameisenvölker unter der Aufsicht von Werner Ebach (links) und Dieter Krämer wieder angesiedelt. Fotos: Wachow


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