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Nachricht vom 12.12.2020    

Sicherer Transport: So kommt der Weihnachtsbaum unbeschadet ins Wohnzimmer

Haben sie sich bereits entscheiden? Nach der Wahl zwischen Nordmanntanne und Blaufichte steht der Transport des Weihnachtsbaums ins heimische Wohnzimmer an. Bestenfalls verläuft dieser ohne Kratzer am Auto und Strafzettel. Steht kein Anhänger oder Lieferwagen zur Verfügung, gibt es nur zwei Transportarten: auf dem Dach oder im Innenraum des Autos. So vermeiden Sie ärgerliche Fehler.
Mario Schmidt, Regionalbeauftragter Rheinland-Pfalz von Deutschlands zweitgrößten Autoclub, dem ACE Auto Club Europa, gibt Tipps für den sicheren Weihnachtsbaumtransport:

Damit der Weihnachtsbaum nachher in vollem Glanz erstrahlen kann, muss das ein oder andere bedacht werden für den Transport. (Symbolbild Pixabay)

Vorbereitung

Beim Einladen des Weihnachtsbaumes geht man wie bei jedem anderen Transport vor. Zuerst werden alle überflüssigen Gegenstände aus Koffer- und Fußraum entfernt. Die Rücksitzbank sollte, wenn möglich, umgeklappt und der Innenraum mit einer Decke oder Folie ausgelegt werden. So sind Lehnen und Fahrzeugboden gegen Nadeln, Holzsplitter und Harz geschützt. Ein Netz über dem Baum schützt die Äste und hält den Baum zum Ein- und Ausladen kompakt zusammen.

Ladungssicherung

Nach Mitteilung des ACE Auto Club Europa muss wie jede andere Ladung auch der Baum gesichert werden, sagt Mario Schmidt. Feste Sicherungsgurte gewährleisten, dass der Baum auch beim Bremsen fest an Ort und Stelle bleibt – ob im oder auf dem Fahrzeug. Hinweis: Wird die Weihnachtsbaum-Ladung nicht korrekt gesichert, drohen Strafen und bei Unfällen kann Lebensgefahr für alle Verkehrsteilnehmenden bestehen. Es drohen 60 Euro und ein Punkt in Flensburg bei nicht ausreichender Sicherung. Im Falle eines Unfalls beträgt das Bußgeld 75 Euro und es gibt noch einen Punkt. Fällt der Baum aus oder vom Auto und gilt als verloren, werden ohne Gefährdung 35 Euro und bei Gefährdung 60 Euro mit einem Punkt veranschlagt, weiß der ACE Experte Schmidt.

Transport im Auto

Der Baum muss immer mit dem Stammende zuerst in das Auto verladen werden, sodass das Baumende an der Rücklehne des Beifahrersitzes anliegt. Zum Schutz der Lehne empfiehlt es sich, diese mit einem Handtuch zu umwickeln. Der Baum sollte immer an der Lehne stoppen und keinesfalls bis zur Armatur durchgeschoben werden. Sonst sind Sicht und Platz des Fahrers eingeschränkt und ein Beifahrer kann nicht mehr dazu steigen, rät Schmidt.
Im Kofferraum muss der Baum mit Spanngurten gesichert sein. Viele Fahrzeuge haben zur Sicherung von Ladung im Kofferraum Ösen, in die die Gurte eingefädelt und gespannt werden können. Die Gurte sollten aber nicht aus Gummi sein, denn Gummigurte reißen leicht bei einer Vollbremsung.
Ragt die Baumspitze aus dem Kofferraum, muss nachgemessen werden: Ab einem Überhang von 1 Meter muss eine rote Fahne von 30 mal 30 Zentimetern an der Baumspitze angebracht werden. Ragt der Baum mehr als 1,5 Meter aus dem Auto, darf er nicht im Auto transportiert werden. Wichtig: Kennzeichen, Licht und Blinker dürfen nicht verdeckt sein. Steht der Kofferraum durch den Baumüberhang etwas offen, können Abgase in den Innenraum gelangen. Mario Schmidt rät den Autofahrern die Fenster immer einen Spalt geöffnet zu lassen, um den Innenraum durchzulüften – auch wenn dadurch kalte Luft eindringt.




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Auf dem Dach

Zuerst muss ein Gepäckträger montiert werden. Der Transport des Weihnachtsbaums auf dem Dach ohne Gepäckträger ist nicht ratsam.
Ist der Baum nicht in ein Netz gepackt, sollte eine Decke oder Folie zum Lackschutz untergelegt werden. Auch beim Dachtransport muss das Baumende, der Stamm, nach vorne zeigen. Zur Sicherung gilt auch hier: Der Baum muss mit breiten Spanngurten und nicht mit Gummi-Expandern festgezurrt werden. Nach Information des ACE Regionalbeauftragten Rheinland-Pfalz Mario Schmidt, ist ab einem Überhang von 1,0 Meter eine rote Fahne von 30 mal 30 Zentimetern an der Baumspitze anzubringen! Ansonsten droht ein Bußgeld von 25 Euro. ACE-Hinweis: Auch auf dem Dach darf der Überhang hinten nicht mehr als 1,5 Meter betragen. An den Seiten darf der Weihnachtsbaum keinesfalls die Fahrzeugbreite überragen. Wird der Heimweg ohne rote Warnfahne angetreten, drohen 25 Euro Bußgeld.

Hinweis: Immer öfter werden für den Weihnachtsbaumtransport Lasten-Taxis oder innerstädtische Kurierdienste empfohlen. Baumärkte verfügen manchmal auch über einen Fahrservice, den man buchen kann. Einige Sharing-Anbieter haben bereits Kleintransporter im Programm. ACE-Tipp: Steht kein Pkw zur Verfügung oder ist der Baum für den Transport im Pkw zu groß, lohnt vor dem Kauf die Information, ob eine der genannten Transport-Alternativen infrage kommt. (PM ACE Auto Club)


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