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Nachricht vom 13.12.2020    

Ev. Kirchenkreis: Kreissynode geht auch per Zoom

Guido Konieczny ist neuer stellvertretender Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen. Mit großer Mehrheit wurde der 52-jährige Theologe, der seit elf Jahren Gemeindepfarrer in Friedewald ist, als Assessor in das kirchenleitende Amt gewählt. Konieczny folgt auf den Wissener Gemeindepfarrer Marcus Tesch, der sich nach zwölf Jahren im Amt von der Synode verabschiedete und sich künftig verstärkt in seiner Kirchengemeinde Wissen und an anderen Stellen engagieren möchte.

Die komplette Kreissynode an einem Tag per Video schafften die mehr als 70 Vertreter aus Gemeinden und dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen mit großer Disziplin. Zukunftsfragen, Finanzen und Wahlen wurden via Bildschirm „abgearbeitet“. (Fotos: Petra Stroh)

Kreis Altenkirchen. Superintendentin Andrea Aufderheide dankte Tesch für die zwölfjährige gute Zusammenarbeit und das große Engagement des Wisseners. An vielen Stellen, aber insbesondere im Bereich der Diakonie, habe sich Pfarrer Tesch „mit hohem Einsatz an Zeit und Kraft, mit starker Präsenz und einfühlsamem Engagement den vielfältigen und facettenreichen Aufgaben gewidmet. Als Vorsitzender des Geschäftsführenden Ausschusses für das Diakonische Werk war er ständig gefordert, sich – gemeinsam mit der Geschäftsführung – auf die komplexen Prozesse einzulassen, da vom momentanen Wandel nicht nur Strukturen, sondern insbesondere viele Menschen betroffen sind. Hier als Kirche und Diakonie im ländlichen Raum integrativ und identitätsstiftend zu wirken und die Liebe Gottes als Kraft zum Leben weiterzugeben, das zeichnete in besonderer Weise das Handeln von Marcus Tesch aus“, hob Aufderheide hervor.

Alle vier Jahre stehen für die Kreissynode entscheidende Wahlen an, in deren Folge jeweils im Jahr der Presbyteriumswahlen auch die kreiskirchlichen Leitungsgremien sowie die Ausschüsse und Beauftragungen neu gewählt werden müssen. In diesem Jahr bekamen daher aufgrund der Wahlen viele Ämter ein „neues Gesicht“. Erstmals in der mehr als 200jährigen Geschichte des Kirchenkreises war die Kreissynode mit ihren mehr als 70 Mitgliedern aus den 15 Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis dabei nicht an einem Ort versammelt. Stattdessen sahen sich die Abgeordneten aufgrund der Pandemie-Lage nur am Bildschirm, was vor kurzem erfolgreich „geübt“ worden war, und fassten dabei viele notwendige Entscheidungen u.a. zum Haushalt und der künftigen Arbeit vor Ort, die sich nun an die finanziellen und gesellschaftlichen Veränderungen anpassen muss.

Gestartet wurde die Kreissynode wegen des Video-Formats diesmal auch nicht mit einem Abendmahlsgottesdienst, sondern mit einer Video-Andacht der Altenkirchener Gemeindepfarrerin Andrea Ehrhardt.

Gestalteten sich auch die Diskussionen bei einer ungewohnten Video-Synode etwas zeitverzögert, so konnten die vielfältigen Wahlen durch die Annehmlichkeiten des elektronischen Systems für die Kreissynode in relativ kurzer Zeit bewältigt werden. „Vielleicht kann man demnächst auch jenseits von Pandemiebeschränkungen dieses Wahlsystem online nutzen, es macht Wahlen schnell und angenehm. Und man gewinnt Zeit für die vielen wichtigen Diskussionen und Inhalte“, bilanzierte Superintendentin Aufderheide.
Und diese gewonnene Zeit konnte man wunderbar nutzen für „neue Blicke“ in Richtung Zukunft. In den Diskussionen der Synode zu Haushalt, Personalplanung, Gewinnung von Mitarbeitenden u. a. machten viele Synodale deutlich, dass manch Liebgewonnenes angesichts der finanziellen und personellen Ressourcen künftig einfach nicht mehr möglich ist.
„Nicht alles Bisherige kann so bleiben wie bisher, das ist uns schmerzlich bewusst“, unterstrich Superintendentin Aufderheide in ihrem Jahresbericht. „Veränderungen, Einschnitte, Bündelungen vorzunehmen, Brachen auszuhalten und Freiräume für die Entstehung von Neuem zu ermöglichen bzw. zu erkämpfen - all das ist keine leichte Aufgabe, aber eine ehrliche, weil sie das paulinische Bild von Gemeindeaufbau ernst nimmt!“



Zwischen den Synoden – sie finden in der Regel ein bis zweimal jährlich im Kirchenkreis statt – ist der Kreissynodalvorstand (KSV) das leitende Gremium des Kirchenkreises, in dem die vielfältigen Entscheidungen des geschäftlichen und leitenden Handelns im Kirchenkreis getroffen werden.
Ihm gehören drei Theologen (Superintendentin/Assessor/Skriba) und vier „Nicht-Theologen“ an. Diese sogenannten „Synodalältesten“ haben jeweils einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin.
Assessor und Skriba sind die Stellvertreter der Superintendentin; der Skriba hat jeweils zwei Theologen als Stellvertreter. Alle KSV-Mitglieder und ihre Stellvertreter werden für jeweils acht Jahre gewählt, wobei alle vier Jahre nur ein Teil des KSV gewählt wird, damit nicht ein Komplettwandel, was theoretisch möglich wäre, passieren kann.
Im diesjährigen „Neuwahl-Paket“ wurden neben Assessor Guido Konieczny folgende Position (neu) besetzt, teils durch Wiederwahl. Pfarrerin Kirsten Galla (Kgm. Daaden) und Pfarrer Prof. Dr. Dr. Michael Klein (Kgm. Hamm): StellvertreterInnen des Skriba.
Als Synodalälteste wurden gewählt: Ute König (Kgm. Betzdorf) und Reinhild Roßbach (Kgm. Hilgenroth); als StellvertreterInnen: Hildburg Thomas (Kgm Wissen), Marianne John (Kgm. Birnbach) und Thorsten Bienemann (Kgm. Daaden).

Neu gewählt bzw. berufen wurden alle kreiskirchlichen Ausschüsse und Beauftragungen. Aufgestockt wurde die Zahl der „berufenen Mitglieder“ der Kreissynode, denn im Sinne der „Partizipation“ können nun künftig zwei jüngere Mitglieder zusätzlich in das Leitungsgremium berufen werden. Bei der Sommersynode im Juni 2021 hofft man auf eine Präsenzveranstaltung; das Schwerpunktthema ist dann die „Partizipation junger Menschen“. Vorbereitet wird die Synode, der Ort ist noch offen, vom synodalen Jugendausschuss. (PM)


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