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Nachricht vom 13.12.2020    

Nicole nörgelt – über Hundemörder

Von Nicole

GLOSSE | Eigentlich ist meine Wohngegend ziemlich schön. Ruhige Straßen, Wiesen und Wald nur wenige Gehminuten entfernt, Nachbarn aus der Kategorie „Der grüßt immer so freundlich“ die Häuser rauf und runter. Und doch treibt sich hier irgendwo ein Mörder herum. Nein, ich bin nicht unter die Krimiautoren gegangen. Ich bin nur mal wieder erstaunt über die Auswüchse menschlichen Verhaltens.

Symbolfoto

Region. Es will einfach nicht in meinen Kopf, wie jemand es nötig finden kann, mit Rattengift und Rasierklingen gespickte Wurstköder für Hunde auszulegen. Ein Opfer hat er schon gefunden…

Es ist noch gar nicht lange her, dass ich an dieser Stelle über die Tretminen auf den Bürgersteigen geschimpft habe. Hochgradig eklig und ich habe schlimmer geflucht als mancher Gangsterrapper in seinen Kompositionen, als ich in so einen Haufen hineingestiegen bin. Nicht alles rund um den Hund uneingeschränkt toll zu finden, kann ich also nachempfinden – bis zu einem gewissen Grad. Denn wünscht man deshalb jedem Vierbeiner den Tod? So sehr, dass man die Dinge selbst in die Hand nimmt? Zur Hölle, nein!

Was muss in einem Kopf vorgehen, wenn ein Mensch sich hinsetzt und feine Leberwurst mit Rattengiftkörnern mischt und sauber geschnittene Fleischwurststückchen mit Rasierklingen spickt? Wenn er rausgeht und diese „Leckerlis“ an Wegesrändern Richtung Wald platziert, wo Hundehalter ihre kleinen und großen Begleiter Gassi führen? Wie verroht muss man sein, um keine Skrupel mehr zu haben?

Ich bin zwar nur Katzenmama und hatte noch nie einen Hund, aber ich weiß, was einem Menschen ein Haustier bedeuten kann. Hunde und Katzen sind Familienmitglieder oder ersetzen so manchem die Familie, werden geliebt und geschätzt, sie sind die treuesten Freunde, Gefährten und Seelentröster, die es auf dieser Welt geben kann. Ich hatte schon immer Mitleid mit den Menschen, die nie diese fraglose Liebe verstehen werden.

Und dann kommt einer und legt Gift aus! Warum? Wegen nicht weggeräumter Hundehaufen auf Gehwegen? Wegen ein bisschen Gebell in den Abendstunden? Oder einfach aus Hass und Überheblichkeit? Letztlich macht es keinen Unterschied, das Ergebnis bleibt. Ich sehe jetzt noch die verweinten Augen der Hundemama vor mir, als sie mir von ihrem geliebten Fellknäuel erzählte und wie schlimm seine letzten Stunden gewesen sein müssen. Die Einzelheiten erspare ich Ihnen. Aber das wünsche ich niemandem.



Nicht einmal dem Giftmischer selbst. Dem wünsche ich nur, dass er sich mal selbst begegnet. Gut, mein Kopfkino hat mir noch diverse andere Szenarien vorgespielt, das können Sie sich vielleicht denken. Aber glauben Sie es oder nicht, auch eine gewohnheitsmäßige Meckertante kennt noch sowas wie Skrupel und Mitgefühl. Auch wenn ich mich frage, ob manches Tier das mehr verdient hat als mancher Mensch.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund.
Ihre Nicole


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