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Nachricht vom 30.09.2010    

Arbeitsmarkt: Aufwärtstrend setzte sich fort

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Neuwied ist auch im September gesunken. Auch Langzeitarbeitslose profitieren von der Entspannung. So steht es im Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit für den Monat September. Vor allem der Landkreis Altenkirchen profitiert von der Entspannung. Die Arbeitslosenquote sank von 5,9 auf 5,2 Prozent.

Kreis Altenkirchen/Region. Wer auf die Arbeitslosenstatistik der Agentur für Arbeit Neuwied schaut, der gewinnt den Eindruck, dass die Folgen der Weltwirtschaftskrise auch am Rhein und im Westerwald überwunden sind. Das stimmt zwar nicht ganz, meint Agenturchefin Ulrike Mohrs - "aber es geht eindeutig bergauf."

9067 Arbeitslose registriert die Agentur für Arbeit Neuwied Ende September in ihrem Bezirk. Das sind 924 weniger als vor vier Wochen und sogar 1732 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von 6,1 auf 5,6 Prozent. Im September 2009 lag sie noch bei 6,6 Prozent. Gleichzeitig sind der Arbeitsagentur 978 freie Stellen gemeldet. Besonders freut sich Mohrs darüber, dass die Entspannung diesmal auch den Langzeitarbeitslosen zugutekommt. So sinkt die Quote in der Arbeitslosenversicherung nach Sozialgesetzbuch (SGB) III von 2,2 auf 2,0 Prozent und in der Grundsicherung nach SGB II - also bei den so genannten Hartz IV-Empfängern - immerhin von 3,9 auf 3,6 Prozent. Insgesamt sind damit 3275 Menschen auf Arbeitslosengeld I und 5792 auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen.
Die Entwicklung im Gesamtbezirk spiegelt sich auch in den beiden Landkreisen wider - allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. So profitiert der Landkreis Altenkirchen deutlich stärker von der Entspannung als der Landkreis Neuwied, was sich freilich dadurch relativiert, dass die Region um Betzdorf und Altenkirchen im vergangenen Jahr auch deutlich stärker von der Wirtschaftskrise betroffen war. Ende September sind dort noch 3628 Menschen arbeitslos gemeldet - 475 weniger als im August und 1100 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt damit von 5,9 auf 5,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,8 Prozent - immerhin 0,3 Prozent höher als bei den Neuwieder Nachbarn, die aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur in den Jahren zuvor immer stärker von Arbeitslosigkeit betroffen waren als die Westerwälder. Insofern kehrt der Arbeitsmarkt zum Vorkrisen-Alltag zurück, denn zum zweiten Mal in Folge ist die Arbeitslosenquote in Neuwied wieder höher als in Altenkirchen: Sie sinkt von 6,3 auf 5,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent. Das bedeutet, dass derzeit im Landkreis Neuwied 5439 Menschen arbeitslos gemeldet sind - 449 weniger als im August und 632 weniger als im September 2009.

In beiden Landkreisen profitieren diesmal auch die Langzeitarbeitslosen von der Entspannung: Im Landkreis Altenkirchen sinkt die Zahl der Arbeitslosen nach SGB III um 139 auf 1417 und jene nach SGB II (Hartz IV) um 336 auf 2211. In Neuwied geht die Arbeitslosigkeit nach SGB III um 176 auf 1858 und jene nach SGB II um 273 auf 3581 zurück. "Das freut uns besonders, weil zu Beginn des Aufwärtstrends ausschließlich die Arbeitslosen des SGB III von der Verbesserung profitierten", erklärt Mohrs. "Jetzt scheint der Aufschwung endlich auch bei den Langzeitarbeitslosen angekommen zu sein." Allerdings könne man noch nicht davon sprechen, dass die Probleme endgültig überwunden sind, betont die Agenturleiterin. "Zwar sind wir in einer deutlichen Erholungsphase, aber viele Unternehmen und Branchen in der Region haben bis heute mit den Nachwirkungen der Auftragseinbrüche aus dem vergangenen Jahr zu kämpfen." Und es gebe durchaus noch Risiken. "In unserer globalisierten Welt ist auch die Wirtschaft vor Ort stark vom internationalen Markt abhängig. Das hat sich ja schon bei der Ausweitung der Krise gezeigt. Trotzdem dürfen wir heute aber wesentlich optimistischer in die Zukunft blicken als vor einem Jahr."


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