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Nachricht vom 23.12.2020    

Gut für Heller: Alte Wehranlage in Herdorf erfolgreich rückgebaut

Durch den Rückbau des alten Wehres an der Herdorfer Schneiderstraße konnte die ökologische Situation in der Heller weiter verbessert werden. Das meldet die zuständige Behörde. Vor kurzem wurde die Maßnahme, die vom Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der „Aktion Blau Plus“ zu 90 Prozent gefördert wurde, erfolgreich abgeschlossen.

Nachdem die alte Wehranlage an der Schneiderstraße zurückgebaut wurde, kann die Heller wieder ungehindert fließen. (Foto: SGD Nord)

Herdorf. Als Obere Wasserbehörde hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord der Kreisverwaltung Altenkirchen die Bauarbeiten genehmigt und auch für die finanzielle Abwicklung der Förderung gesorgt. In der Heller, einem Nebengewässer der Sieg, befanden – und befinden sich zum Teil noch immer – mehrere Wehranlagen. Diese Querbauwerke erfüllen laut SGD Nord heutzutage keine wasserwirtschaftliche Funktion mehr, unterbrechen aber die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers. Deshalb wurden bereits in den Jahren 2018 und 2019 vier der teils sehr massiven Querbauwerke zwischen Grünebach und Herdorf naturnah umgebaut, berichtet die Behörde weiter in einer Pressemitteilung.

„Mit dem nun erfolgten Rückbau der fünften Wehranlage in Herdorf im Bereich der Schneiderstraße konnte ein weiterer Schritt zur ökologischen Durchgängigkeit der Heller bis zur Einmündung in die Sieg in Betzdorf erfüllt werden“, erklärt Dr. Ulrich Kleemann, der Präsident der SGD Nord. Dabei wurden neben wasserwirtschaftlichen Vorgaben auch Belange der Fischerei und des Naturschutzes berücksichtigt.




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Die SGD Nord begleitete auch das aktuelle Projekt, das in der Umsetzung rund 70.000 Euro gekostet hat, fachlich in enger Abstimmung mit dem Landkreis Altenkirchen. So hat sie zum Beispiel die notwendige wasserrechtliche Zulassung erteilt, den Kreis bei der Planung und Umsetzung der Maßnahme technisch beraten und die Förderung finanziell abgewickelt.

Die rheinland-pfälzische „Aktion Blau Plus“ soll dazu beitragen, dass Gewässer wieder in ihren natürlichen Zustand versetzt werden. Das Programm ist ein wichtiger Baustein, um die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) umzusetzen. (PM)



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