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Nachricht vom 03.01.2021    

Höchste Auszeichnung der Kreis-Jugendfeuerwehr für Christian Baldus

Diese Ehrung war überraschend - und doch zwangsläufig. Christian Baldus erhielt nun die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in Gold. Die Bilanz des Herkersdorfers liest sich wie das vorläufige Lebenswerk eines Ehrenamtlers, der nachhaltige Spuren hinterlassen hat.

Verdiente Ehrung (von links): stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart Achim Schlosser, Kreisjugendfeuerwehrwart a.D. Christian Baldus, Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Hain (Foto: Kreisfeuerwehrverband)

Herkersdorf/Kreisgebiet. Auf der jüngsten Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes, welche aufgrund der Pandemie als Online-Versammlung stattfand, wurde der aktive Feuerwehrmann Christian Baldus aus Herkersdorf mit der Verleihung der höchsten Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr überrascht.

Christian Baldus hat weit über seinen Heimat-Löschzug in Herkersdorf und in der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Kirchen hinaus Spuren hinterlassen. Baldus fühlte sich bereits nach der eigenen Grundausbildung für die Jugendarbeit berufen und übernahm schon früh Verantwortung innerhalb der Jugendfeuerwehr.
So übernahm er 1998 das Amt des Jugendwartes der Jugendfeuerwehr in Kirchen. Später dann, im Jahre 2003, wurde er zum Gruppenführer in Kirchen ernannt. Weitere Lehrgänge für die Einsatzabteilung, wie Zugführer und Verbandsführer, folgen im Lauf der Jahre.

Ausbilder, guter Zuhörer - Freund

Mit der Jugendfeuerwehr Kirchen war Baldus stets auf Erfolgskurs unterwegs. So gelangen ihm und der jungen Truppe zahlreiche Siege bei Wettkämpfen. Baldus bildete einen erheblichen Teil der Feuerwehrnachwuches aus der gesamten VG Kirchen aus, wovon einige heute selbst in Führungspositionen tätig sind. Sogar seine heutige Frau Jana Baldus lernte er in der Jugendfeuerwehr Kirchen kennen. In den Augen der Jugendlichen war Baldus zwar ein Ausbilder – aber auch stets ein guter Zuhörer für Probleme und Anliegen oft auch ein Freund. Auch ohne pädagogische Ausbildung agierte er stets auf Augenhöhe.

Viele der Jugendlichen erlangten durch seine Ausbildung Auszeichnungen auf Kreisebene und sind bis heute stolz diese Auszeichnung am Revers zu tragen. 2005 fühlte sich Baldus zu einem höheren Amt berufen und wurde durch die Jugendwarte des Kreises Altenkirchen zum Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt und übernahm das Amt von Hans-Peter Fries (Pleckhausen). Gemeinsam mit dem langjährigen stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Achim Schlosser (Herdorf) stand er an der Spitze der Kreisjugendfeuerwehr mit damals 17 Jugendfeuerwehren.

Mit der Wahl zum 4. Kreisjugendfeuerwehrwart waren für Baldus auch weitreichende Aufgaben für die Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz notwendig. Hier nahm er unter anderem an zahlreichen Besprechungen der Stadt- und Kreisjugendwarte teil und unterstützte den Landesverband, wo und wann immer es nötig war.

Angetrieben von Gründergeist

Innerhalb des Kreises Altenkirchen gab Baldus den Jugendlichen durch die Gründung des Jugendforums, dem Zusammenschluss von jugendlichen Sprechern aus den örtlichen Jugendfeuerwehren, eine Stimme. Noch heute existiert das Jugendforum und liefert bei Veranstaltungen Ideen und Beiträge. Mehrfach kam der Landesjugendsprecher der Jugendfeuerwehr Rheinland aus dem Kreis Altenkirchen. Definitiv ein großer Verdienst von Christian Baldus. In seiner Zeit als Kreisjugendfeuerwehrwart wurde die Jugendfeuerwehr Berod gegründet.



Auf die Frage, was ihm am meisten Spaß gemacht habe, gab es keine klare Antwort. Jedes einzelne Gespräch, jedes der zahlreichen Kreiszeltlägern die er ausgerichtet hatte, jede Abnahme der Jugendflamme oder Leistungsspange, jedes Treffen mit Gleichgesinnten der Jugendfeuerwehr, ob im heimischen Kreis oder weit über die Landesgrenzen hinaus, bleiben für ihn unvergessen und haben ihn immer angespornt, sich weiter zu engagieren.

Aufgrund der Selbstständigkeit als Schornsteinfegermeister wurde er dann gezwungen, sein Amt als Kreisjugendwart an dessen Nachfolger Volker Hain (Katzwinkel) abzugeben.
Aber ohne Jugendfeuerwehr ging es bei ihm nicht. Somit trat er 2012 das Amt des stellvertretenden Kreisjugendwartes an und lieferte etwa durch seine Fachkompetenz auch hier wertvolle Unterstützung beim Tagesgeschäft, bei Veranstaltungen und Wettkämpfen. Auch als Stellvertreter war Baldus unermüdlich und immer mit Feuereifer dabei. So ziemlich jeder der rund 300 Jugendlichen im Kreis kannte Christian Baldus.

2015 erhielt Christian Baldus im Rahmen des Niederfischbacher Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber. Daniel Richter von der Jugendfeuerwehr Asdorftal überreichte ihm eine Fotocollage, die das Geschehen rund um das Lager zeigte. Zum Artikel... (Foto: ddp)

Ehrung nicht erwartet

Gemeinsam mit Schlosser und Hain gründetet Baldus im Jahre 2014 den Förderverein der Feuerwehren im Kreis Altenkirchen. Dem stand er lange Jahre als stellvertretender Vorsitzender zur Verfügung und ist bis heute Mitglied des Fördervereins. Für all sein Mühen und sein Handeln, wurde Christian Baldus im Jahre 2012 mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Rheinland – Pfalz ausgezeichnet. Dem folgte 2015 die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in der Stufe Silber und seit neustem nun die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in Gold.

Die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in Gold ist die höchste zu vergebende Auszeichnung, welche Christian Baldus gemeinsam mit dem 2. Kreisjugendfeuerwehrwart Franz Zöller (Betzdorf) nun tragen darf.
Dass lediglich zwei der rund 1.300 Feuerwehrkameradinnen- und kameraden im Kreis diese Auszeichnung tragen dürfen, ist Zeugnis für die großen Verdienste und das Engagement von Christian Baldus.

Bei der Verleihung war zu spüren, dass er diese Ehre nicht erwartet hatte. Trotzdem fand er Worte des Dankes und rief alle Jugendwarte und Jugendwartinnen auf, weiter gute Jugendarbeit im Kreis Altenkirchen zu leisten. Im Sinne der Jugend lohne sich jede investierte Stunde. (PM)


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