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Nachricht vom 08.01.2021    

Rettung Zoo Neuwied kein Wahlkampfthema!

Von Eckhard Schwabe

Die erste Woche des neuen Jahres hatte es gleich in sich. Am Montag gab es die ersten Meldungen über eine mögliche Insolvenz des Neuwieder Zoos. Am Donnerstag, 7. Januar tagte der Ältestenrat, um sich über das weitere Vorgehen und Möglichkeiten der Rettung zu beraten.

Foto: Eckhard Schwabe

Neuwied „Der Zoo muss mit allen Mitteln gerettet werden“, hieß es von allen Seiten, die sich mit der drohenden Insolvenz des Neuwieder Zoos befassen. Wie und womit die finanziellen Lücken geschlossen werden können, die durch die Corona-Pandemie bedingten Schließungen entstanden sind, wird in der kommenden Woche Thema in einem Gespräch mit der Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz sein. Aus gut unterrichteten Kreisen hieß es, dass an diesem Gespräch Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig, Landrat Achim Hallerbach, Verantwortliche des Zoos Neuwied sowie Verantwortliche aus dem Innenministerium und des Wirtschafts- und Umweltministeriums teilnehmen werden, um für den Zoo eine rasche Hilfe und Lösung der Probleme zu finden.

Im politischen Neuwied hatte man in der jüngsten Ältestenratssitzung nur ein Thema: Rettung des Zoos.

Lana Horstmann (SPD) schreibt dazu: „Ich freue mich, dass die Ministerpräsidentin Malu Dreyer nächste Woche zu einem runden Tisch eingeladen hat, um etwaige Lösungen zur Rettung des Zoos zu erörtern.

Ich gehe fest davon aus, dass wir eine tragfähige Lösung finden. Es wurde viel geredet und geschrieben... Ja, natürlich gehört es für uns auch dazu, die richtigen Finanzierungsmöglichkeiten über den Bund und die korrekten Wege der Öffentlichkeit aufzuzeigen, bevor eine pauschale Schelte gegen die Landesregierung verteilt wird. Jetzt heißt es aber für uns alle, zurück zur Sacharbeit!“

Dies ist ein eindeutiges Zeichen, verbunden mit der Aufforderung, dass die Rettung des Zoos kein Wahlkampfthema sein wird oder werden soll!

Horstmann weiter: „Nach der gestrigen Ältestenratssitzung sind wir alle auf dem gleichen Kenntnisstand und einer Meinung: „Den Zoo können und werden wir nur gemeinschaftlich retten! Jede Partei ist nun in der Verantwortung, ihre Einflussmöglichkeiten auf die zuständigen Ministerien auf allen Ebenen geltend zu machen, denn letztlich geht es um die Sache! Miteinander statt übereinander reden… In dem Sinne sollten wir alle zusammen optimistisch ins Wochenende starten!“

„Zum Schutz der Tiere und zur Erhaltung der rheinland-pfälzischen Zoos und Tierparks als Möglichkeit zur Erholung und Freizeitgestaltung der Bürger, sollte das Land Rheinland-Pfalz in der aktuellen Lage eine ausreichende finanzielle Soforthilfe bereitstellen und alles dafür tun, damit Zoos und Tierparks nicht für immer ihre Pforten schließen", sagte Dr. Bollinger. Auch die AfD setze sich für die Erhaltung des Zoos Neuwied ein.



Nicht zuletzt gab es in den sozialen Medien jede Menge Äußerungen, Anregungen und Kritik am politischen Handeln der Fraktionen. Verschiedene Modelle, wie und womit man den Zoo retten könnte, wurden in Teilen kontrovers diskutiert. Die von der CDU-Fraktion initiierte Petition hatte am Donnerstag schon weit mehr als 26.000 Unterschriften.

Futterhilfe des Landes wird bis Mitte des Jahres fortgeführt!
Das Umweltministerium unterstützt mit der Corona-Futterhilfe weiterhin schnell und unbürokratisch bis 30. Juni 2021, heißt es aus Mainz.

Die Schließung von Tierheimen, Zoos und vergleichbaren Einrichtungen aufgrund der Corona-Pandemie hat diese in eine überaus angespannte Finanzsituation geführt. Denn auch wenn keine Besucherinnen und Besucher kommen, benötigen die Tiere weiterhin Futter und tierärztliche Leistungen. „Um Zoos, Tierheime und ähnliche Einrichtungen in der prekären Situation zu unterstützen, habe ich veranlasst, dass die Corona-Futterhilfen weiter bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Sie leisten für Arterhaltung, Schutz und Umweltbildung einen wertvollen Beitrag. Ihr Fortbestehen liegt mir daher sehr am Herzen“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel heute in Mainz. Im letzten Jahr konnte sich Ministerin Anne Spiegel selbst ein Bild bei ihrem Besuch im Neuwieder Zoo machen.

Bekräftigung und Aufforderung zum Abruf der Hilfen!
Mit der Corona-Futterhilfe können bis zu 80 Prozent der während der Schließungstage angefallenen Futter- und Tierarztkosten ersetzt werden. „Mit den Corona-Futterhilfen leisten wir unseren Beitrag, um in der angespannten Situation den Einrichtungen unter die Arme zu greifen“, führte die Ministerin an.

Unabhängig von den Unterstützungsleistungen während der Corona-Pandemie können Zoos und vergleichbare Einrichtungen, die fachlich anerkannte Pflege- und Ausgewöhnungsstationen für verletzte, hilflose oder kranke Tiere betreiben, aus Mitteln des Naturschutzes Förderungen erhalten. Diese sind für die Errichtung, Erweiterung sowie für Kosten des Unterhalts (wie Futter-, Strom-, Wasser- und Tierarztkosten) der Stationen gedacht. Die entsprechenden Bewilligungen werden von den Struktur- und Genehmigungsdirektionen als Obere Naturschutzbehörden ausgesprochen.

Weiterhin können Zoos und Tierparks, die ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten, gegebenenfalls die Überbrückungshilfen des Bundes beantragen.
Eckhard Schwabe

Hier finden Sie weitere Berichte über die aktuelle Lage im Zoo Neuwied.


Mehr zum Thema:    Zoo Neuwied   
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