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Nachricht vom 16.09.2007    

Wieder Literaturtage in Wissen

Das Thema des diesjährigen Kukltursommers Rheinland-Pfalz lautet bekanntlich "Rebellen, Reformer, Revolutionäre". Und da die Westerwälder Literaturtage in Wissen sich an das jeweilige Thema des Kultursommers anlehnen, versuchen sie ihm auch diesmal gerecht zu werden. Eine Schriftstellerin (Veronika Peters) und zwei Schriftsteller (Norbert Scheuer und Hanns-Josef Ortheil), von denen zumindest Hanns-Josef Ortheil den meisten Menschen in der Region ein Begriff sein dürfte, finden sich im Wissener "Garten" nahe der Siegpromenade, ein und lesen aus ihren neuesten Werken. Über "Rebellen, Reformer und Revolutionäre".

literaturtage

Wissen. Was 2001 mit der "Nacht der Autoren" begann, ist inzwischen unter dem Namen "Westerwälder Literaturtage" schon längst zu einem Begriff geworden. In diesem Jahr finden sie vom 21. bis zum 23. September zum 6. Male statt und haben sich wieder das Thema des Kultursommers in Rheinland-Pfalz - diesmal "Rebellen, Reformer, Revolutionäre" - zu eigen gemacht.
Professor Hanns-Josef Ortheil stellte jetzt gemeinsam mit Berno Neuhoff und Michael Stahl von der Wissener eigenART sowie Maria Bastian-Erll (VHS/der buchladen) die Schriftsteller und ihre Werke vor.
Hanns-Josef Ortheil zog bei seiner Einführung in das Thema der Literaturtage eine Verbindung zur Region. Auch hier gebe es und habe es, wie in den Büchern, die vorgestellt werden, stets eigenwillige Charaktere gegeben, die sich aus ihrer Umgebung hervorgehoben hätten. Ortheil nannte hier beispielhaft August Sander oder Friedrich-Wilhelm Raiffeisen. Der Schriftsteller, der in Köln, Wuppertal und Wissen aufgewachsen ist, hat aus eigener Erfahrung viele Menschen in der Region mit stark prägnanten Meinungen und klaren Standpunkten getroffen, wie er sagt.
In den Büchern von Norbert Scheuer, Veronika Peters und Hanns-Josef Ortheil geht es genau um solche Menschen. Rebellen, Reformer, Revolutionäre - keine bekannten Persönlichkeiten, sondern solche, die sozusagen im "Kleinformat" nicht alles mitmachen, sondern ihre Ideen und Ansichten mutig vertreten und sie gegen die gängige öffentliche Meinung zu behaupten versuchen.
Start der Literaturtage ist am Freitag, 21. September, 19 Uhr, mit dem Pia Fridhill Trio und einer Einführung durch Hanns-Josef Ortheil. Um 19.30 Uhr beginnt die Lesung von Norbert Scheuer aus seinem Erzählungsband "Kall, Eifel". Scheuer ist kein Unbekannter, hat er doch schon den Koblenzer Literaturpreis gewonnen sowie den Georg-K.-Glaser-Preis des SWR und des Landes Rheinland-Pfalz sowie den 3-sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt (2006). In seinen Erzählungen präsentiert er eigensinnige Charaktere aus seinem Heimatort, die er sehr kunstvoll beschreibt. Sein Vorbild ist die amerikanische Kurzgeschichte und seine Geschichten bilden, sich ergänzend und vernetzend, nicht nur das Gewebe des kleinen Ortes, sondern das der ganzen Welt ab. Sein neues Werk ist ein figurenreicher und architektonisch raffiniert gearbeiteter Erzählband, wie es in der Beschreibung heißt.
Am Samstag, 22. September, ab 19 Uhr, stellt Veronika Peters ihr Erstlingswerk "Was in zwei Koffer passt. Klosterjahre" vor. 1987 - mit 21 Jahren - trat die Autorin, die heute mit ihrer Familie in Berlin lebt, in ein Kloster ein, auch eine Art von "Rebellion", erst gegenüber den Eltern, dann gegenüber dem Klosterleben. Sie erzählt ebenso lakonisch wie aufrichtig von ihrer Zeit im Kloster, in einer fremden Welt, in der sie ihren Lebenssinn zu finden versucht. Bereits kurz nach dem Erscheinen war das Buch auf den vorderen Plätzen der "Spiegel"-Bestsellerliste zu finden.
Hanns-Josef Ortheil schließlich ließt am Sonntag, 23. September, ab 11 Uhr aus seinem neuen Roman "Das Verlangen nach Liebe". Es ist die Geschichte zweier Menschen, eines Konzertpianisten und einer Kunsthistorikerin, die sich 18 Jahre lang nicht mehr gesehen haben und die durch die unerwartete Begegnung zurück in die Zeit ihrer großen Liebe versetzt werden. Beide, die mit einem Kunstprojekt beschäftigt sind, einer Ausstellung und einem Mozartabend, revolutionieren ihr Projekt, beide bekommen eine neue Sicht auf die Welt, womit wir wieder beim Thema des Kultursommers wären. Mit großem Einfühlungsvermögen und einer betörend musikalischen Sprache erzählt Ortheil in seinem neuen Roman von einem Paar, das zu jenen Empfindungen von Initmität und Nähe zurückfindet, die zu den Voarussetzungen eines glücklichen Zusammenlebens gehören.
Zu dieser Matinee ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich (Telefon 02742/18 74, E-Post bastian-erll@web.de). Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit zum Mittagessen im "Garten".
Berno Neuhoff richtete bei der Vorstellung der Literaturtage im "buchladen" ein besonderes Dankeswort an Hanns-Josef Ortheil für dessen Engagement. Ortheil sorge dafür, dass auf Wissen ein Schlaglicht falle, durch seinen Namen, aber auch durch sein Bekenntnis zu der Stadt.
Der Eintrittspreis zu allen drei Veranstaltungen beträgt je 6 Euro (Schüler und Studenten 3 Euro). Vorverkaufsstellen sind der "buchladen", Wissen, Telefon 02742/18 74, der "buchladen ma", Wissen, Telefon 02742/96 79 17, Photo Passerah, Wissen, Telefon 02742/53 00, sowie im Internet unter www.wissener-eigenart.de. (rs)
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Die "Macher" der "Westerwälder Literaturtage" in Wissen: Michael Stahl, Berno Neuhoff, Maria Bastian-Erll und Professor Hanns-Josef Ortheil. Foto: Reinhard Schmidt



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