Werbung

Nachricht vom 25.01.2021    

Marktschwärmerei in Marienthal wird weiterhin gut angenommen

Im Dezember wurde die 100. Marktschwärmerei in Deutschland eröffnet, im Januar sind es schon 114 und weitere 94 befinden sich im Aufbau. Denn Bauern setzen ihre Arbeit auch zu Zeiten von Corona fort und bieten gute, regionale Lebensmittel, die direkt den Kunden erreichen. Auch der Erfolg der Marktschwärmerei in Marienthal übertrifft die Erwartungen.

(Foto: Marktschwärmerei)

Marienthal. Marktschwärmer eröffnete im Juni 2014 in Köln-Ehrenfeld die erste Schwärmerei in Deutschland. Die digitale Direktvermarktungs-Plattform will mit ihrer Idee allen einen Zugang zu regionalen Lebensmitteln ermöglichen. Im Dezember 2020 erreichte Marktschwärmer einen wichtigen Meilenstein: die 100. Schwärmerei eröffnet im bayrischen Rosenheim seine Türen. Das Ziel von Marktschwärmer ist es einen fairen Marktzugang für Landwirte und
Lebensmittelhandwerker zu fördern und diesen einen direkten, transparenten und
vertrauensvollen Austausch mit ihren Kund*innen zu ermöglichen.

Frische Produkte, faire Preise und direkter Kontakt zu regionalen Erzeugern
Marktschwärmer beschreibt sich selbst als die Anlaufstelle für Verbraucher*innen mit einer Leidenschaft für gute und fair produzierte Lebensmittel. Das Netzwerk schafft eine direkte Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern einer Region: Kunden bestellen im
Onlineshop ihrer lokalen Schwärmerei auf www.marktschwaermer.de. An einem Tag in der Woche - in Marienthal der Donnerstag - holen sie ihre frischen Einkäufe dann an einem zentralen Ort - für uns ist der Standort im Kloster Marienthal. Dort treffen sie normalerweise die Menschen, die ihre eingekauften Produkte herstellen.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Gastgeberin der Schwärmerei Marienthal dafür entschieden alle Bestellungen in Kisten vorzupacken, natürlich bis auf die Kühlwaren, die werden weiterhin von den Erzeugern vor Ort verteilt. Das Vorpacken von Bestellungen minimiert die Anwesenheitszeit der einzelnen Kund*innen bei der Abholung.

Die Lebensmittel bei Marktschwärmer stammen von bäuerlichen Erzeugern und kleinen Manufakturen aus der Region. Im Durchschnitt liegen zwischen Herstellungsort und Schwärmerei nicht mehr als 30 km Transportweg. So entsteht eine sehr kurze und robuste Lieferkette für die regionale Grundversorgung. Und durch die Vorbestellungen kann eine Lebensmittelverschwendung vermieden werden, denn geliefert wird nur das, was verkauft ist.

Marktschwärmers Erfolgsgeschichte ist ein Anlass zum Feiern
Mit bereits 114 geöffneten Schwärmereien im Januar 2021 und weiteren 94 Schwärmereien im
Aufbau kann Marktschwärmer auf viele Erfolge zurückblicken. In den 6 Jahren des Bestehens brachte die Organisation mehr als 1.800 deutsche Erzeuger*innen zusammen, die Schwärmerei Gastgeber*innen organisierten mehr als 11.600 Lebensmittelverteilungen und überzeugten über 140.000 Verbraucher*innen die Plattform zu nutzen. Seit Pandemie-Beginn ist das Interesse von Konsument*innen stark angestiegen und die Bestellungen haben sich im Jahresvergleich zu 2019 fast verdoppelt. So konnten die Erzeuger*innen ein Wachstum im Gesamtumsatz von +120 Prozent verzeichnen. Heute beziehen wöchentlich mehr als 6.000 deutsche Haushalte einen großen Teil ihres Wocheneinkaufs über die Schwärmereien.



Der Marktschwärmer-Wochenmarkt: von Frankreich in den Westerwald
Die Idee der Online-Direktvermarktung kommt aus Frankreich, wo seit 2011 unter dem Namen „La Ruche Qui Dit Oui“ (Der Bienenkorb, der Ja sagt) bereits über 700 Schwärmereien entstanden sind. In Marienthal eröffnete die erste Marktschwärmerei für den Westerwald und Windeck. Der regionale Abholmarkt findet immer donnerstags von 18.30 bis 20 im Kloster Marienthal statt. Freitags kann man seine Bestellungen auch in Forst im Dorfgemeinschaftshaus (15 bis 16 Uhr) und in Windeck Rosbach in der Gartenbaumschule Ueckerseifer (15 bis 17 Uhr) abholen, wenn man es nicht schafft am Donnerstagabend nach Marienthal zu kommen.

Die Bestellungen für die Abholpunkte werden am Abend der Verteilung von den Erzeugern und den Verantwortlichen für die Abholpunkte in Kisten vorgepackt, auch hier wird die Kühlkette natürlich eingehalten. Die Schwärmerei Marienthal wurde von Inga Lehel gegründet. „Ich bin wahnsinnig stolz, dass wir es in so kurzer Zeit, am 21. Januar hatten wir gerade mal die 8. Verteilung, gemeinsam geschafft haben die Idee für unsere Region so erfolgreich umzusetzen und ich bin sehr dankbar, dass die Marktschwärmerei so gut angenommen wurde. Es macht mir auch einfach unglaublich viel Spaß auf Menschen zu treffen, denen ihre Ernährung und ihre Region genauso am Herzen liegen. Mein Ziel ist es natürlich das Produktsortiment stetig zu erweitern und deshalb befinde ich mich ständig auf der Suche nach Landwirten und Manufakturen aus der Region, die gerne mitschwärmen möchten“, sagt die Mutter und Projektmanagerin, die vormittags auch noch in der Solarbranche tätig ist über ihre Zeit als Gastgeberin einer Schwärmerei.

Marktschwärmer Marienthal
Gastgeberin: Inga Lehel
Telefon: 0177/2592019
E-Mail: marktschwaermer.marienthal@t-online.de

Marktzeit:
Donnerstag, 18:30 – 20:00 Uhr
Am Kloster 15
57577 Marienthal

Abholpunkte:
GartenBaumschule Ueckerseifer
Raiffeisenstr.6
51570 Windeck-Rosbach
Freitag: 15 bis 17 Uhr

Dorfgemeinschaftshaus Forst
Hauptstr.28
57537 Forst
Freitag: 15 bis 16 Uhr

(PM)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Hamm auf Facebook werden!


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


30.000 Euro zu Nikolaus ins Ahrtal gebracht

Region. “Wir unterstützen keine Einzelpersonen, da es nicht immer eindeutig ist, ob wirklich eine Bedürftigkeit da ist“, ...

Nicole nörgelt - über unpraktische Adventskalender-Ideen

Ohja, jetzt wird es makaber: Schauen wir mal kurz über die Grenzen des schönen Westerwalds gen Osten, genauer gesagt nach ...

Gerichts-Entscheidung des Monats: Streitiges Erbe

Sachverhalt:
Koblenz. Die Parteien sind Geschwister. Ihre Eltern errichteten im Jahre 1969 ein Testament, in dem sich die ...

Der Impfbus kommt nach Güllesheim

Güllesheim. Eine Anmeldung ist nicht nötig, aber während der Impfaktion kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Deshalb wird ...

Hochwertiger Imagefilm vermarktet zukünftig die Region

Altenkirchen. Der Film ist auf der Homepage zu finden. Im Rahmen des durch LEADER geförderten Projektes „Weiterentwicklung ...

Westerwaldbahn und -Bus: Neue Struktur für Wissen und Betzdorf

Wissen-Betzdorf. Während eines Pressetermins am Donnerstag (2. Dezember) gaben Tobias Gerhardus (Erster Kreisbeigeordneter), ...

Weitere Artikel


Insta-Chat: Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßt Franziska Giffey

Region/Berlin. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, ist nächster prominenter ...

Zeugen gesucht: Einbrecher hinterlässt Blutspuren

Wissen. Gegen 20.50 Uhr am Freitagabend meldete ein Zeuge, dass in dem leerstehenden Gebäude in der Hachenburger Straße in ...

Kinder- und Jugendhilfe: neue arbeit erweitert pädagogisches Angebot

Wissen. „Unser Vorteil ist, dass wir zahlreiche Synergien nutzen können“, sagt Judith Schnell, die seit 2012 als Diplom-Sozialarbeiterin ...

Ein weiterer Corona-Todesfall im Kreis, Sieben-Tage-Inzidenz sinkt deutlich

Altenkirchen/Kreisgebiet. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis ist laut Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz am Wochenende ...

Wildtiere im Winter nicht stören

Mainz/Holler. Die Überlebensstrategien sind so spannend wie vielfältig. Manche Singvögel plustern ihre Federn zum Daunenschlafsack ...

Interview mit Mentaltrainer Michael von Kunhardt zum Thema Corona-Blues

Region. Psychische Erkrankungen nahmen exponentiell zu. (Wir berichteten.) Selbsthilfegruppen können sich nicht treffen, ...

Werbung