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Nachricht vom 28.01.2021    

Kirchengemeinde Hilgenroth: Pfarrer Volk verabschiedet sich in den Ruhestand

Kein feierlicher Abschiedsgottesdienst, keine herzlichen Umarmungen und kein fröhliches Miteinander mit Weggefährten: derzeit sind Abschiede sehr leise. Auch für Pfarrer Hans-Jürgen Volk, der sich zum 1. Februar nach mehr als zwei Jahrzehnten aus seiner Arbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Hilgenroth und in der Behindertenarbeit des Kirchenkreises Altenkirchen in den Ruhestand verabschiedet.

Gemeindepfarrer Hans-Jürgen Volk (Foto: Ev. Kirchenkreis)

Hilgenroth. Dabei wären so viele Dankesworte auszutauschen: Dank für mehr als 20 Jahre gemeinsames Unterwegssein in einer „Landgemeinde“, die von vielen engagierten Menschen geprägt wurde und wird. Wenn Pfarrer Volk, der ein gebürtiger Betzdorfer ist und nach seinen Studienjahren und Diensten in anderen Gemeinden im Rheinland, 2000 die vakante Pfarrstelle in Hilgenroth übernahm, von seiner Gemeinde und den vielen aktiven Menschen dort erzählt und schreibt, ist das mehr als eine „Schwärmerei“.

Dankbar blickt er auf die Vielfalt – sei es bei den gut besuchten Gottesdiensten, im musikalischen Bereich, im Miteinander der Menschen aus den Dorfgemeinschaften, in der Konfirmanden-/Jugendarbeit und die viele besonderen Aktivitäten im Gemeindeleben - zurück.
Immer wieder bot das vielfältige Wirken dort auch Anknüpfungspunkte mit dem zweiten „Standbein“ des Gemeindepfarrers: Mit einem Zusatz-Auftrag kümmerte er sich zehn Jahre lang um die kreiskirchliche Arbeit für behinderte Menschen und ihre Angehörigen; war hier ansprechbarer Seelsorger und Initiator von diversen Projekten.

„Besondere Freude machten dabei auch die ‚Inklusiven Jugendwochenenden‘ in Kooperation mit dem HIBA auf der Freusburg. Von Jahr zu Jahr wuchs dort die Teilnehmerzahl“, freut sich Volk. Auch die „Gottesdienste für Alle“ die nicht nur in Hilgenroth, sondern in verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises regelmäßig gefeiert wurden, zeigten gelebte Inklusion und bereichernde Vielfalt ganz selbstverständlich auf.

Wichtige Kooperationspartner waren ihm hier vor Ort vor allem die Lebenshilfe und der HIBA, „wo ich ganz eindrucksvolle und engagierte Menschen kennenlernen durfte!“
Pfarrer Volk, der im Bereich seiner Kirchengemeinde wohnen bleibt, hofft, dass spätestens im Sommer Möglichkeiten sind, sich von seiner Gemeinde, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, aber auch den Kollegen und vielen Kooperationspartnern „richtig“ und in Nähe verabschieden zu können.

Neben seiner Gemeinde- und in der Behindertenarbeit setzte Pfarrer Hans-Jürgen Volk auch an anderer Stelle des Kirchenkreises Akzente, etwa in Ausschüssen und Projekten und bei kreisweiten Vertretungsdiensten.



Vor allem die kirchlichen Finanzen nahm er in den Blick: 15 Jahre als Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses, lange Jahre auch im Vorsitz des Kirchensteuerverteilausschusses. Als „Mahner und Erklärer“ beleuchtete er in unzähligen Kreissynoden auf die ihm eigene Weise das kirchliche Finanzhandeln und die daraus entstehenden Zukunftsaufgaben.

Sein letztes Amtsjahr als Gemeindepfarrer war von den Pandemie-Besonderheiten geprägt und verlangte nach Flexibilität und Offenheit: „Seelsorgliche Nähe“ auf Distanz, Gottesdienste online, aber auch der Verzicht auf Kirchenmusik in seiner musikliebenden Gemeinde, waren Begleitumstände einer et-was anderen Abschiedsjahres.

In einem seiner „Lieblingskinder“, dem Gemeindebrief, nutzte Volk jüngst die Gelegenheit, sich der vielen besonderen Menschen und Ereignisse seiner Pfarrerzeit in Hilgenroth zu erinnern. Seit 2000 war es ihm ein Anliegen mit dem Gemeindebrief – dem einzigen im Kirchenkreis der im engen Zwei-Monats-Takt erscheint -, seiner Gemeinde nicht nur transparente Einblicke in die Arbeit und Planungen zu gewähren, sondern auch biblische Worte in begleitenden Alltagsbezug zu setzen.

Die kleine Kirchengemeinde Hilgenroth – aktuell rund 850 Mitglieder – gehört seit Aufteilung des Kirchenkreises in Regionen zu „AHHA-Region“. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden Almersbach, Altenkirchen und Hamm stellt man sich seither den kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen (sinkende Mitgliederzahlen, weniger Pfarrpersonen, abnehmende Finanzen, veränderte Rahmenbedingungen und Ansprüche an eine zukunftsfähige Gemeindearbeit).

So wird nach dem Weggang von Pfarrer Volk der Almersbacher Gemeindepfarrer Joachim Triebel-Kulpe zusätzlich in der Kirchengemeinde Hilgenroth wirken. Für die Hilgenrother kein unbekanntes Gesicht: Eine über Jahre bewährte Vertretungsregelung schuf hier bereits viel Gemeinsamkeit. (PM)


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