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Nachricht vom 29.01.2021    

Evakuierungen wegen Hochwasser in der VG Altenkirchen-Flammersfeld

Die Pegel von Flüssen und Bächen steigen, die Feuerwehr ist gefragt. Die seit Donnerstagabend, 28. Januar, laufenden Einsätze der Löschzüge der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld erläuterte Wehrleiter Björn Stürz bei einer Pressekonferenz im Gerätehaus Flammersfeld.

Teilweise mussten Straßen gesperrt werden. (Foto: kkö)

Altenkirchen-Flammersfeld. Nachdem bereits am Donnerstagabend diverse Einsätze abgearbeitet werden mussten, hierunter auch einer in Mehren (wir berichteten), wurden die Feuerwehren am Freitag, 29. Januar gegen 6 Uhr erneut alarmiert. Der Einsatzschwerpunkt lag laut Wehrleiter Stürz zunächst auf dem Bereich des Wohngebietes „Flachswieschen“ in Seifen. Dieser Bereich ist ein Gebiet mit zahlreichen Wochenendhäusern. Wie sich aber schnell herausstellte, werden einige Häuser auch dauernd bewohnt. Die Einsatzkräfte des Löschzuges Oberlahr mussten zur Evakuierung mehrerer Bewohner das Boot einsetzen. Die Betroffenen konnten durch das rasant steigende Wasser nur wenige Habseligkeiten mitnehmen.

Das Hochwasserschutzkonzept, das in den letzten Jahren erarbeitet wurde, funktioniert, bilanzierte Stürz. So sieht das Konzept auch vor, dass entgegen der üblichen Praxis die Einsatzleitung zentral geführt wird. „Normalerweise führen wir die Einsätze vor Ort. Es gab im gesamten VG-Gebiet insgesamt rund 20 Einsatzstellen, wobei wir die Kölner Straße in Altenkirchen als eine Einsatzstelle betrachten“, erklärte Stürz. Dies traf wohl auch auf andere Bereiche zu.




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Pegel steigen weiter
Die Feuerwehren rechnen mit einem Steigen der Pegel um bis zu 50 Zentimeter. Der Scheitelpunkt soll laut Feuerwehr in den Nachtstunden erreicht werden. Genutzt werden die Pegel Seelbach bei Flammersfeld für die Wied und Seifen für den Holzbach. Im Verlaufe der Einsätze am Freitag wurden rund 2000 Sandsäcke verbaut. Um eine solche Zahl füllen zu können, wurde für den Löschzug Oberlahr, der für die Abwehr von Wassergefahren zuständig ist, eine Füllanlage beschafft.

Im Einsatz waren die Wehren mit rund 85 Kräften aus fast allen neun Löschzügen der Verbandsgemeinde. Der Löschzug Berod, wurde für eventuelle Paralleleinsätze in Bereitschaft versetzt. Im Bereich der Alt-VG Flammersfeld war der Löschzug Pleckhausen einsatzbereit. Das Bürgertelefon mit der Rufnummer 02685 989394 wurde von zahlreichen Bürgern genutzt. Damit konnte die Leitstelle Montabaur entlastet werden. Die Regenpause nutzen die Kräfte dazu, die Fahrzeug wieder einsatzbereit zu machen. „Wir hoffen, dass der Regen bald nachlässt“, waren sich alle Beteiligten einig. (kkö)

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