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Nachricht vom 12.10.2010    

Radweg "Westerwaldschleife" wurde offiziell eröffnet

Der längste Radweg im Kreis Altenkirchen, die "Westerwaldschleife", ist am Montag, 11. Oktober, von Landrat Michael Lieber offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Ehrengäste waren dazu auf der Friededewälder Höhe erschienen. Die "Westerwaldschleife" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied und misst 270 Kilometer. Sie ist Teil des längsten Radweges in Rheinland-Pfalz.

Zur offiziellen Eröffnung des Radweges Westerwaldschleife waren viele Gäste gekommen. Foto: anna

Friedewald/Kreis Altenkirchen/Westerwaldkreis. Der längste Radweg im Kreis Altenkirchen wurde am Montag, 11. Oktober, auf der "Friedewälder Höhe", dem mit 500 Metern höchsten Punkt der Route, feierlich eröffnet. Zu Beginn des Jahres 2009 wurde mit den Planungsarbeiten für die Realisierung des Altenkirchener Teilabschnittes der Westerwaldschleife begonnen, nun sind die Beschilderungs- und die erforderlichen Wegebauarbeiten abgeschlossen. Der Radweg Westerwaldschleife ist nunmehr ein weiterer Bestandteil der Rheinland-Pfalz-Radroute.

Landrat Michael Lieber hieß die Gäste auf der "Friedewälder Höhe" willkommen, darunter den stellvertretenden Abteilungsleiter für Verkehr und Straßenbau in Mainz, Gerhard Harmeling. Außerdem waren vor Ort die Abgeordneten Dr. Peter Enders, Dr. Josef Rosenbauer, Dr. Matthias Krell und Thorsten Wehner, ebenso wie Vertreter des Westerwald Touristik Services und der örtlichen Kommunalpolitik. Lieber begann seine Rede mit einer kurzen Geschichte von Mark Twain. Dieser hatte auf seiner ersten Fahrradtour viele Leute "über den Haufen gefahren". Auf die heutige Zeit bezogen meinte Lieber: "Radfahrer können nur Leute über den Haufen fahren, wenn für sie keine geeigneten Strecken ausgewiesen werden."

Für die Westerwaldschleife hätten sich die Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald zur gemeinsamen Kooperation zusammen getan, um die Radwegesituation flächendeckend zu verbessern. Man wolle die Radfahrer auf weniger belastete Strecken lenken. In dem Zusammenhang dankte Lieber dem Landesbetreib Mobilität Diez und Rheinland-Pfalz, sowie den Ordnungsämtern der Verbandsgemeinden, den Verbandsgemeinde- und Ortsgemeindebürgermeistern. Einen ganz besonderen Dank richtete er jedoch an Jupp Trauth vom Planungsbüro "hunsrückvelo". Dieses beweise seit mehr als 20 Jahren, dass man auch ohne Auto mobil sein könne. Trauth habe mehrere 100 Kilometer Fahrstrecke der Konzeptionierung der Westerwaldschleife gewidmet. Er habe die Strecke nicht am Reißbrett entstehen lassen, sondern vor Ort aus der Sicht des Radfahrers erstellt. Lieber appellierte daher, in zukünftigen Planungen die Belange der Radfahrer zu berücksichtigen. Dies erspare Kosten, insbesondere wenn Radwege nachträglich angelegt werden sollen. Die Westerwaldschleife, so Lieber, sei Teil des längsten Radweges in Rheinland-Pfalz. Die Westerwaldschleife Route beläuft sich auf 270 Kilometer, davon sind im Kreis Altenkirchen nun 100 Kilometer angelegt, plus 30 Kilometer regionale Ergänzungen. Diese regionalen Ergänzungen führen zu Sehenswürdigkeiten oder in Stadtzentren, die nicht direkt an der Strecke liegen.

Die Gesamtkosten der 130 Kilometer belaufen sich auf 130.038 Euro, davon sind 70.400 Euro Kosten für die Beschilderung und 60.000 Euro für die Herrichtung der Wege. Das Land hat 60 Prozent zu den Kosten für die Beschilderung dazu gegeben. Der Kreis hat 70 Prozent, also 40.000 Euro zur Herrichtung der Wege gegeben. Der Bund hat die Beschilderung der Radwege an Bundes- und Landesstraßen zu 100 Prozent übernommen, so dass der Landkreis Altenkirchen insgesamt 60.000 Euro für das Projekt aufbringen musste. Die Umsetzung der Radwege Projekte stehe insgesamt in einem guten Kosten-Nutzungsverältnis, resümierte Lieber.
Im Frühjahr des kommenden Jahres soll auch die Mountainbike-Route Westerwald mit einer Streckenlänge von 80 Kilometer eröffnet werden. "Unser Ziel ist es, das über 500 Kilometer umfassende regionale Radwegenetz im Landkreis Altenkirchen bis zum Jahre 2014 komplett auszuschildern", so Lieber. Harmeling lobte den Kreis Altenkirchen als Vorreiter in der Sache Westerwaldschleife, der Lückenschluss der beiden anderen Landkreise erfolge im kommenden Jahr. Touristik brauche Premiumprodukte, man müsse Wege finden, die Route attraktiv zu machen, für den Tourismus und für die Menschen vor Ort. Man könne nicht auf dem Erreichten stehen bleiben. Nun seien ergänzende Produkt gefragt, wie Transfair-Service, Hotels, Veranstaltungen etc.

Der Streckenverlauf
Streckenverlauf: Langenbach b. Kirburg – Weitefeld – Friedewald – Derschen – Daaden – Niederdreisbach – Schutzbach – Alsdorf – Betzdorf – Kirchen – Wehbach – Niederfischbach – Freudenberg – Bahnhof Wildenburg – Busenhagen – Weierseifen – Schloss Crottorf – Steeg – Mauswinkel – Brückhöfe – Wissen – Nistertal – Bruchertseifen – Hofacker – Racksen – Hilgenroth – Heupelzen – Wölmersen – Birnbach – Weyerbusch – Forstmehren – Ersfeld – Fiersbach – Kircheib
Regionale Ergänzungen (Anbindungen an die Hauptroute): Von Altenkirchen nach Birnbach. Von Haderschen nach Hamm. Von Nassen nach Altenkirchen. Von Alsdorf nach Herkersdorf (Druidenstein)
Für die Westerwaldschleife wurden keine neuen Wege angelegt, die Route führt ausschließlich über schon bestehende Strecken. Die Wege sind mindestens 2,50 Meter breit, der Belag ist überwiegend eine wassergebundene Decke. (anna)


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