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Nachricht vom 10.02.2021    

Kirchens Verbandsgemeindebürgermeister Maik Köhler gestorben

Von Daniel-David Pirker

Die nördlichste Verbandsgemeinde von Rheinland-Pfalz trauert um ihren Bürgermeister. Maik Köhler ist im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Der Kommunalpolitiker war auch Ortsbürgermeister von Mudersbach und hinterlässt eine Frau sowie zwei Töchter.

Maik Köhler (✝) (Foto: Archiv)

Kirchen/Mudersbach. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Mit nur 44 Jahren ist der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen verstorben. Der CDU-Kommunalpolitiker war erst seit drei Jahren im Amt. Im September 2017 hatte er sich mit über 54 Prozent der Wählerstimmen gegen den parteilosen Amtsinhaber Jens Stötzel und SPD-Gegenkandidatin Angelika Buske durchgesetzt. Köhler war zu diesem Zeitpunkt bereits viele Jahre Ortsbürgermeister von Mudersbach. 2004 hatten ihn die Wähler seiner Heimatgemeinde mit nur 27 Jahren zu ihrem Ortschef gewählt. Seitdem war Köhler auch Mitglied des Kreistags, die Wahl in den Verbandsgemeinderat folgte 2014.

Aufgewachsen war Köhler im Ortsteil Niederschelderhütte. Dort wurde er im September 1976 als Ältester von drei Söhnen geboren. Auf seiner Wahlkampfseite schrieb er, dass er während seiner Grundschulzeit in Mudersbach und darüber hinaus als Fußballer bei SuS Niederschelden aktiv war. Fußball und Tischtennisspielen gab er als seine liebsten Sportarten an.

Nach dem Abitur auf dem Gymnasium Morgenröthe im benachbarten Eiserfeld trat Köhler in den gehobenen Polizeidienst ein. Nach dem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt war er sieben Jahre lang als Polizist in Frankfurt tätig, danach arbeitete er als Polizeioberkommissar in Herborn.



Verbandsgemeinde-Feuerwehr zum Tod von Maik Köhler: „Er wird große Lücke hinterlassen“ (Zum Artikel...)



Als Motto seines Wahlkampfs hatte Maik Köhler 2017 „Zusammen voran“ gewählt. Die Bürger sollten sich auf seinen daraus abgeleiteten Leitspruch verlassen können: „Mich interessiert, was Sie interessiert.“ Tatsächlich war mit Köhler nach Jahren des Streits und Misstrauens ein neuer Stil in die Verwaltung Kirchen eingezogen, der verstärkt auf Ausgleich und Bürgernähe setzte. (ddp)

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