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Nachricht vom 18.02.2021    

Beerdigung von Maik Köhler: „Danke für die Zeit mit Dir!“

Von Daniel-David Pirker

Der Tod des Bürgermeisters der VG Kirchen und Ortschefs von Mudersbach versetzte die Region letzte Woche in tiefe Trauer. Nun fand die Beerdigung von Maik Köhler statt. Zahlreiche Menschen hatten sich zusammengefunden, um „Maik“, wie ihn viele einfach nannten, die letzte Ehre zu erweisen.

Zahlreiche Menschen hatten sich - unter Einhaltung der Corona-Regeln - auf dem Friedhof zusammengefunden, um Maik Köhler die letzte Ehre zu erweisen. (Fotos: ddp)

Mudersbach-Niederschelderhütte. „Wir sind fassungslos, hilflos, es reißt einem den Boden unter den Füßen weg.“ Die Worte von Landrat Dr. Peter Enders sollten noch lange nachwirken im Anschluss an diese nicht nur aufgrund von Corona so besondere Beerdigung. Viele, viele Menschen hatten sich auf den Höhen des Mudersbacher Ortsteils Niederschelderhütte auf dem Friedhof eingefunden, um Maik Köhler die letzte Ehre zu erweisen.

Der Landrat hatte die Aufgabe übernommen, stellvertretend für die kommunale Familie Trauerworte auszusprechen. Durch die Beisetzung hatte würdevoll Gemeindereferentin Meike Merker geführt. Wie hoch das (parteiübergreifende) Ansehen Köhlers gewesen sein muss, wurde auch an den Trauergästen aus der Politik deutlich. Nicht nur Amtsträger aus dem Kreis Altenkirchen hatten den Weg zu dem Friedhof in Niederschelderhütte gefunden, so etwa Siegens Bürgermeister Steffen Mues.

Nicht weit entfernt, über der Grundschule, hatte Maik Köhler noch wenige Wochen zuvor der Presse die begonnenen Bauarbeiten für eine neue Kindertagesstätte vorgestellt. Man konnte spüren, dass es sich hier um ein Herzensanliegen des in der letzten Woche verstorbenen 44-Jährigen handelte. Und diese Leidenschaft muss sich durch seine gesamte politische Laufbahn gezogen haben, deren Grundstein bei den Kommunalwahlen 2004 gelegt wurde, als die Mudersbacher Köhler zu ihrem Ortschef wählten. Dieser innere Antrieb war ein Grund, weshalb er so sehr von den Menschen gemocht wurde – und „wahrscheinlich mit ein Grund, wieso er so vieles erreichen konnte“, sagte denn auch Gemeindereferentin Merker in ihrer Traueransprache.

Nicht weit entfernt vom Friedhof hatte Maik Köhler noch Ende November der Presse die begonnenen Bauarbeiten für eine neue Kindertagesstätte vorgestellt. Zum Artikel...

Hinzu komme seine bodenständige, verlässliche Art, sein wertschätzender, respektvoller Umgang mit dem ihm anvertrauten Menschen, sein Einsatz rund um die Uhr. Merker warf in ihrer Ansprache den Blick auch auf den Menschen und Familienmenschen. Köhler sei ein liebevoller Ehemann und guter Vater gewesen, der immer für seine Kinder dagewesen sei und sein Bestes gab. Folgend nur eine Auswahl der berührenden Worte Merkers an Köhlers Familie: „Er war glücklich, wenn ihr es gewesen seid.“ Aber da gab es noch diese zweite große Liebe, wie die Gemeindereferentin aufzeigte: die Politik.



Hier verdiente sich Köhler den Ruf als ein Brückenbauer, wie Landrat Dr. Peter Enders hervorhob. Und weiter: „Er hat der Kommunalpolitik ein immer menschliches, sein Gesicht gegeben.“ Man werde sich stets erinnern an seine Leidenschaft, mit der er Familienmensch war, sein Engagement für seine Heimat, seinen Optimismus. „Denn wenn es überhaupt einen Gedanken an Trost gibt, dann den der Erinnerung und Dankbarkeit, Maik Köhler gekannt und ihn zum Weggefährten gehabt zu haben – einige ein ganzes Leben, andere nur einige Schritte. Unsere Erinnerung wird ihn lebendig halten“, so der Landrat, dessen abschließende Worte sich so oder ähnlich auch und nicht nur in Trauerkarten oder auf Trauerschleifen fanden: „Wir sagen Danke für die Zeit mit Dir!“

Politiker und Vereine hatten in den Sozialen Netzwerken ihrer Trauer Ausdruck verliehen. Außerdem hat der AK-Kurier Aussagen von den Fraktionen im Verbandsgemeinderat eingeholt. Zum Artikel...

Und all das, wofür so zahlreiche Menschen Maik Köhler dankbar sind, werde es so nicht mehr geben, hatte Gemeindereferentin Merker zuvor gesagt. „Denn alles, was ihn ausgezeichnet hat, ist mit ihm gegangen, aus dem Zeitlichen ins Ewige.“ (ddp)


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