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Nachricht vom 21.10.2010    

Photovoltaik-Anlage auf dem KDH in Betrieb genommen

Das Kaplan-Dasbach-Haus in Horhausen hat jetzt eine Photovoltaik-Anlage. Nur zwei Wochen nach einem entsprechenden Beschluss des Ortsgemeinderates wurde die Anlage installiert und in Betrieb gesetzt. Damit kann die Energiebilanz des KDH nochmals entscheidend verbessert werden. Zuätzlich wird ein schöner Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Die Beteiligten stellten sich vor dem KDH zum Erinnerungsfoto auf.

Horhausen. Nur zwei Wochen nach dem Gemeinderatbeschluss, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Horhausener Kaplan-Dasbach-Hauses (KDH) zu installieren, konnte diese bereits in Betrieb genommen werden. Die PV-Anlage sorgt nun dafür, dass sich die Energiebilanz im KDH deutlich verbessert. Im vorigen Jahr 2009 wurden im KDH etwa 24.000 kWh an Wärmepumpen-Strom und etwa 22.000 kWh an restlichen Allgemeinstrom verbraucht.
Die Photovoltaikanlage produziert jährlich locker 33.000 kWh und kann somit etwa 72 Prozent der gesamten Stromverbräuche decken.
"Das bedeutet, dass rund 72 Prozent der anfallenden Energieverbräuche durch die Sonnenenergie gedeckt werden und das Schöne daran ist, dass uns die Sonne dafür keine Rechnung schickt", so Werner Kirschbaum (Unternehmer) bei der offiziellen Inbetriebnahme im Kreise von Ratsmitglieder und Bürgermeister Josef Zolk.
Betrachtet man die Gesamtenergiekosten des KDHs, so muss man die Gaskosten, die hauptsächlich für die Lüftungsanlage benötigt werden, mit etwa 500 Euro pro Jahr zu den Stromkosten hinzurechnen. Umso erfreulicher ist es, dass die Photovoltaikanlage etwa 3000 Euro pro Jahr
mehr an Vergütung erwirtschaftet wie die vorgenannten Gesamtenergiekosten des Hauses betragen.
Außerdem bestätige sich hier, dass der Ortgemeinderat beim Bau des KDHs die richtige Entscheidung getroffen habe, ein Niedertemperaturheizungssystem mit Erdwärmepumpe einzubauen, das für die niedrigen Stromverbräuche für die Beheizung von rund 1000 Quadratmeter Fläche verantwortlich ist.
Zukunftssicher könne der durch Sonnenkraft erzeugte Strom nach Ablauf der 20 Jahre Vergütung durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) dann noch mit garantierten 85 Prozent Wirkungsgrad für den anfallenden Wärmepumpenstrom und einen Teil des Allgemeinstromes verwendet werden.

Ein schöner Beitrag zum Umweltschutz
Durch die Anlage wird in den 20 Jahren etwa 350 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden können.

Zur offiziellen Inbetriebnahme der PV-Anlage auf dem Dach des Kaplan-Dasbach-Hauses gratulierte Bürgermeister Josef Zolk. Horhausen ist die erste Gemeinde in der Verbandsgemeinde, die eine eigene Anlage betreibt. Ortsbürgermeister Rolf Schmidt-Markoski dankte besonders der Flammersfelder Verwaltung sowie der Kreisverwaltung Altenkirchen für die hervorragende Zusammenarbeit und schnelle Haushaltsgenehmigung zur Finanzierung der Anlage.


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Kommentare zu: Photovoltaik-Anlage auf dem KDH in Betrieb genommen

1 Kommentar
Ein schöner Beitrag für die Erhöhung der Stromrechnung aller Horhausener.

Was scheinbar toll, umweltfreundlich, sinnvoll und gewinnbringend sein soll, ist in Wirklichkeit eine immer noch unausgereifte Technik, die ohne Steuergelder nicht funktioniert. Und dieses Geld holen sich die Stromlieferanten natürlich bei den anderen Kunden zurück. Für 2011 werden 70 Euro zusätzliche Stromkosten pro Vierpersonenhaushalt berechnet. Das dürfen alle zahlen, auch Menschen mit knappem Einkommen, Rentner, Sozialhilfeempfänger.

Dazu kommt: Strom gibts nur, wenn die Sonne scheint. Das heißt auch: Kein Kohlekraftwerk kann dafür abgeschaltet oder gedrosselt werden, denn keiner der Ökostromfans will nachts oder bei Bewölkung auf den Betrieb seiner Yoghurt-Maschine verzichten. Liebe Ratsmitglieder, vielen Dank für den Beitrag zur Erhöhung der Stromrechnung. Der "Gewinn" von Solaranlagen, der durch wohlhabende Anlagenbesitzer gemacht wird, wird von den kleinen Leuten ohne Solaranlage bezahlt - und das ohne echten Nutzen für die Umwelt.

Ich denke, es wäre volkswirtschaftlich sinnvoller, diese Umverteilung von unten nach oben ohne den Bau von Solarstromanlagen zu organisieren: Wer nachweisen kann, genug Geld für den Bau einer solchen Anlage zu besitzen, darf in seinem Wohnort seinen Gewinn direkt bei den Nachbarn abkassieren. Geht schneller und spart wenigstens die Produktion der Anlage.
#1 von Peter Messner, am 27.10.2010 um 07:37 Uhr

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