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Nachricht vom 21.10.2010    

Pilotprojekt Straßenbeleuchtung startet in Friedewald

Die Ortsgemeinde Friewewald geht beim Einsatz moderner Beleuchtungstechniken voran. In einem Testlauf werden zurzeit vom RWE energiesparende LED-Leuchten zur Verfügung gestellt. Ein Versuch, von dem auch andere Kommunen profitieren können.

Ortsbürgermeister Dieter Seiler und VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider halten einen der LED-Einsätze, Stefan Egelberth präsentiert eine Natriumdampf-Hochdrucklampe. Fotos: anna

Friedewald. Vor einem viertel Jahr stellte Friedewalds Ortsbürgermeister Dieter Seiler beim RWE den Antrag, vor Ort die neue LED-Technik in der Straßenbeleuchtung auszuprobieren. Der Rat des Dorfes hatte beschlossen, sich selbst ein Bild von der neuen Technik zu machen. Mit reiner Theorie kommt man schließlich nicht zum Ergebnis, die Anwendung in der Praxis war gefragt. "Gern haben wir der Bitte des Ortsbürgermeisters Dieter Seiler entsprochen und hier ein Pilotprojekt für Friedewald durchgeführt", so RWE-Kommunalbetreuer Stefan Engelberth. Bis zum Jahr 2015 soll schließlich der komplette Austausch aller bisherigen, alten Straßenbeleuchtungen erfolgen. In Friedewald wurde nun in der Gartenstraße die konventionelle Natriumdampf-Hochdrucktechnik an fünf Leuchten eingesetzt und im Erlenweg die energiesparende innovative LED-Technik, ebenfalls in fünf Leuchten, eingebaut. Ab Mittwoch, 20. Oktober, startete die Testphase, welche den gesamten Winter über dauern soll. Die LED-Außenleuchten werden ein warmweißes Licht abgeben. Diese brauchen deutlich weniger Energie als die alten Straßenleuchten mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen und reduzieren den CO2-Ausstoß sowie die Energiekostenbelastung der Kommunen. Ihre Lebensdauer ist mit etwa 50.000 Betriebsstunden deutlich höher und der Wartungsaufwand niedriger. Die höheren Investitionskosten amortisieren sich also in wenigen Jahren.

Ein Ende der Entwicklung der neuen Technik ist noch nicht abzusehen. Mit jeder neuen Entwicklungsstufe werden die LEDs mehr Licht bei weniger Energieverbrauch abstrahlen. Einen Nachteil gibt es aber doch, die LED-Leuchten sind nicht so einfach auszutauschen wie eine konventionelle Beleuchtung. Sollte daran ein Defekt auftauchen, muss derzeit noch der komplette Einsatz zum Preis von rund 400 Euro ausgetauscht werden. Dem gegenüber haben die konventionellen Natriumdampf-Hochdrucklampen ein genormtes Gewinde, wie man es von jeder Glühbirne kennt, und sie sind somit schnell und kostengünstig auszutauschen. Die konventionellen Einsätze liegen preislich bei etwa 100 Euro. Die in der Gartenstraße eingesetzten Natriumdampf-Hochdrucklampen geben ein gelb leuchtendes Licht ab. Damit lassen sich etwa 40 Prozent Energie gegenüber den bisherigen Quecksilberdampf-Hochdrucklampen einsparen und das bei gleicher Lichtmenge. Ein weiterer Vorteil ist die Farbe des Lichtes, Gelblicht verbessert die Sicherheit auf den Straßen und zieht zudem weniger Insekten an.




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Beide Teststrecken sollen der Kommune bei der Entscheidung für die künftige Modernisierung helfen. Auch andere Gemeinden können von diesen beiden Teststrecken profitieren. Bei der offiziellen Vorstellung des Pilotprojektes informierten sich auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Schneider und der Beigeordnete Rüdiger Buhl über die Technik. Mit seinem Energieeffizienzprogramm unterstützt RWE die Umstellung der Straßenbeleuchtung und übernimmt die Kosten für die neuen Leuchteneinsätze. (anna)


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