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Nachricht vom 27.02.2021    

Bestattungshaus Heer: Würdevoller Abschied ganz individuell auch in der Pandemie

Das Bestattungswesen hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Bestattungen werden immer individueller und Corona verändert die Abschiednahme von geliebten Menschen nochmals in einer ganz befremdlichen Art. Unsicherheit und Angst werden dadurch intensiver empfunden. Am Beispiel des Bestattungshauses Heer aus Wissen wird deutlich, dass gegen alle Widrigkeiten eine würdevolle Bestattung auch in diesen Zeiten möglich ist.

Das Team des Bestattungshaus Heer: v.l. Sina Marth, Marvin Empting und Ramona Fischer mit Belinda und Ralf Kohlhaas. (Foto: KathaBe)

Wissen. Im Jahr 2005 übernahmen Belinda und Ralf Kohlhaas das damals seit über 70 Jahre bestehende Bestattungshaus Heer und seither gilt für sie, der Trauer Zeit und Raum zu geben und dies in einem würdevollen Rahmen.

Hat sich das Bestattungswesen schon seit Jahren verändert und wird heute mehr denn je von Individualität geprägt, müssen sich die Bestattungshäuser gerade in der durch die Pandemie geprägten Zeit immer neuen Herausforderungen stellen, um eine Abschiednahme in einem würdevollen und möglichst angenehmen Rahmen zu ermöglichen. Nicht nur die für das Bestattungswesen gültigen Corona-Richtlinien, sondern zudem individuelle Vorgaben der Friedhofsverwaltungen gilt es zu beachten. Die sonst schon große Angst und Unsicherheit der Hinterbliebenen beim Verlust eines geliebten Menschen, wird durch die Undurchsichtigkeit dessen, was aktuell möglich bzw. nicht möglich ist, noch verstärkt.

Doch das Bestattungshaus Heer von Belinda und Ralf Kohlhaas mit ihren fünf Mitarbeitern, davon eine Auszubildende, hat sich auf diese besondere Situation eingestellt und an die bereits vorangegangenen Veränderungen angepasst. Dies immer mit dem Ziel, Menschen in den schwersten Stunden ihres Lebens zur Seite zu stehen und würdevolle Abschiede zu gestalten, wobei der Mensch stets im Mittelpunkt ihrer Bemühungen steht.

Eine Beerdigung lasse sich nicht wiederholen, so Ralf Kohlhaas und die erschreckenden Bilder, die am Anfang der Pandemie aus Italien gezeigt wurden, machten ihm und seiner Frau sofort klar, dass Bestattungen so für sie nicht in Frage kommen. Ein Sterbefall sei immer schlimm, aber die Bilder seien so befremdlich für sie gewesen, auch im Gedanken daran, was dies an psychischer Belastung für die Hinterbliebenen bedeutet, und so schufen sie kurzfristig zusätzliche neue Optio-nen.

Bestattungsabläufe an die Pandemie angepasst
Gerade in diesen Zeiten sind die Menschen sehr verunsichert, aber trotz der Einschränkungen durch Corona gibt es vielfältige Varianten einer angemessenen und tröstlichen Bestattung, auch wenn lediglich Angehörige des 1. und 2. Verwandtschaftsgrades vor Ort teilnehmen können. Doch jeder Bestattungsfall gestaltet sich anders und dies will berücksichtigt werden.

Manche Friedhofsverwaltungen lassen eine Trauerfeier in Friedhofshallen zu - andere nur im Freien. Wobei auch hier Blumen- und Kerzenschmuck auf die/den Verstorbene/n abgestimmt gestaltet werden können, egal ob in der Halle oder direkt am Grab. Individuelle Absprachen können zu fast allen Dingen besprochen werden, insoweit sie sich an die Corona-Richtlinien und Vorgaben der Friedhofsverwaltungen halten.

Die liebevoll eingerichtete Andachtshalle bietet auch die Möglichkeit via Online-Streaming an der Trauerfeier teilzunehmen.


Teilnahme via Online-Streaming möglich
Neu bieten Ralf und Belinda Kohlhaas die Möglichkeit an, an Trauerfeiern in den 2010 neu gebauten und liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten der Andachtshalle mittels Online-Streaming teilzunehmen. Damit hat sich das Bestattungshaus darauf eingestellt, dass es neben dem engsten Kreis der Angehörigen auch Freunde, Nachbarn, Weggefährten gibt, denen sonst eine Teilnahme in diesen Pandemiezeiten verwehrt bliebe. Daher und auch zum Schutz vor Ansteckung, wurde eine Videokamera installiert und die technischen Voraussetzungen geschaffen, von zu Hause und von überall auf der Welt den letzten Weg des geliebten Verstorbenen zu begleiten.




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„Diese neue Möglichkeit soll zukünftig auch für die jährliche Gedenkfeier, Lesungen und andere Vorträge genutzt werden, um die Teilnahme allen Menschen möglich zu machen, die nicht zu uns kommen können“, so Belinda Kohlhaas. Zudem sei es möglich Filmmaterial der Beisetzung vom Friedhof zur Verfügung zu stellen.

Einen „Standartsterbefall“ gibt es nicht
Dass die Pandemie insgesamt die Digitalisierung vorantreibt, merken die Kohlhaas derzeit an der Nutzung ihres Online-Kundenportals. Mittlerweile verwenden etwa 80 Prozent ihrer Kunden die Möglichkeit, sich im Vorfeld des individuellen Trauergesprächs dort umfassend und in Ruhe über die vielfältigen Angebote zu informieren. Vor der Pandemie waren es lediglich 20 Prozent. Mittels eines Zugangscodes erhalten die Angehörigen die Möglichkeit, auch wenn man nicht direkt vor Ort ist, auf Wunsch mit der Familie gemeinsam von zu Hause einen Sarg oder eine Urne auszuwählen, Texte für Traueranzeigen zusammen zu stellen und aus einem großen Fundus die passende Musik vor der Auswahl anzuhören, um nur Einiges zu nennen.

Das ersetzt nicht das persönliche Trauergespräch im Bestattungshaus, denn, so Ralf Kohlhaas: „Einen Standartsterbefall gibt es nicht.“ Doch das Onlineportal bietet die Alternative, dass sich alle Angehörigen an den Vorbereitungen beteiligen und gemeinsame Entscheidungen - egal von wo - treffen können, was oft ein sehnlicher Wunsch der Hinterbliebenen ist und schon einen ersten Schritt in der Trauerbewältigung bedeuten kann.

Aufgrund der derzeitigen Situation und den damit verbundenen Hygiene-Maßnahmen kann das individuelle und persönliche Trauergespräch nur vor Ort im Bestattungshaus unter Teilnahme von zwei Angehörigen stattfinden. Ein Besuch zu Hause ist momentan nur in Ausnahmen möglich. Die Mitarbeiter des Bestattungshauses Heer haben sich selbst ebenfalls strengen Regeln unterzogen und arbeiten in zwei Teams.

Gerade in Zeiten der Trauer haben die Hinterbliebenen ein besonderes Bedürfnis nach Nähe, Gesprächen und nach Umarmung. Mit Corona ist dies alles minimiert, gehemmt und lässt sich teilweise gar nicht realisieren. Umso wichtiger ist es den Mitarbeitern des Bestattungshauses Heer in der Köttingerstraße 29-31 in Wissen, die Verstorbenen und die Hinterbliebenen mit viel Feingefühl zu begleiten und eine würdevolle Abschiedsfeier ganz nach den individuellen Wünschen zu gestalten. Dabei sehen sie es als ihre wichtigste Aufgabe „Der Trauer Raum und Zeit zu geben“ und dafür setzen sie sich mit ihrem ganzen Herzen ein. (KathaBe)

Kontaktdaten Bestattungshaus Heer:
Inh. Ralf Kohlhaas
Köttinger Weg 29-31 ; 57537 Wissen
Tel: 0 27 42 - 910 150
www.bestattungshaus-heer.de


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