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Nachricht vom 28.10.2010    

Im Schaubergwerk tummeln sich Fabelwesen

Am Wochenenende wird sich das Kreisbergbaumuseum in eine Märchenwelt verwandeln. Dann tummeln sich dort kleine Fabelwesen - die Trolle.

So, der Zauberer hat seinen Platz im Bergbaumuseum schon gefunden, Silke Janas-Schlösser hat ihn gut platziert. Fotos: anna

Herdorf-Sassenroth. Trolle und Elfen gehören zu den "kleinen Leuten" und sollen in früheren Zeiten unsichtbare Begleiter unserer Vorfahren gewesen sein. Nach der Legende lebten sie in den Wäldern, an Seen, in Auen und natürlich in den Bergen. Die Menschen früherer Jahrhunderte kannten viele Geschichten rund um die "kleinen Leute" und waren von ihrer Existenz oftmals auch überzeugt. Wir kennen die Elfen und Trolle aus unseren Kindermärchen und Silke Janas-Schlösser hat ihnen eine Gestalt gegeben.
Am kommenden Wochenende werden über 100 Fabelwesen im Kreisbergbaumuseum in Sassenroth zu sehen sein im Rahmen der Sonderausstellung „Sagenhaftes Schaubergwerk“. Museumsleiter Achim Heinz erklärte, dass im Schaubergwerk seit 25 Jahren immer wieder Sonderausstellungen zu den Themen Geologie, Technik, Bergbau und Hüttenwesen, aber auch Kinderarbeit in Gruben gezeigt wurden. Mit dem nun schon dritten sagenhaften Schaubergwerk wolle man einen "extra Zweig" des Bergbaus dokumentieren, den der Sagen, Mythen und Legenden. Auch diese gehören zum Bergbau und hätten nicht zuletzt auch zu tiefer Religiosität bei den Kumpeln geführt. Die Hexen, Zauberer, Elfen und Trolle von Silke Janas-Schlösser sind keine schaurigen Wesen. Ganz im Gegenteil, sie sehen lustig und freundlich aus, und manch einem scheint der Schalk im Nacken zu sitzen. Wie etwa bei dem jüngsten der Truppe, dem hockenden Kobold. Sein Blick lässt einen unweigerlich vermuten, dass er sich gerade einen derben Spaß ausdenkt.




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Mit ihren dicken Backen, dem breiten Grinsen und der knolligen Nase wirken die Figuren sympathisch. Sie haben direkt etwas menschliches, was sie aber von uns Menschen unterscheidet sind ihre Hände und Füße, denn daran besitzen sie nur vier Finger und vier Zehen. Aus einer Kunststoff-Modelliermasse sind Kopf, Hände und Füße, der Körper besteht aus einem metallenen Skelett, sodass die meisten der Figuren auch beweglich sind. Die kleinsten sind gerade mal fünf Zentimeter groß, die größte Figur misst einen Meter. Solch eine Elfe oder einen Troll herzustellen kann von drei Tagen bis hin zu einem Jahr Zeit in Anspruch nehmen. Ihre Leidenschaft hat die gelernte Frisörin und Maskenbildnerin mittlerweile zum Beruf gemacht. Dabei hat sie sich ihr Handwerk selbst erlernt und erarbeitet, ihre Anregungen dazu holt sie sich größtenteils beim Lesen oder auch durch Filme.
Neben den Figuren baut sie seit drei Jahren für ihre kleineren Exemplare auch entsprechende Häuser als Kulisse. Ein besonders gut gelungenes ist das Zuckerhaus, darin gibt es so winzig kleine Leckereien, dass einem beim Hinsehen gleich der Appetit auf etwas Süßes kommt. Mehr soll aber jetzt hier nicht verraten werden. Nur noch so viel: Der Besuch der Sonderausstellung kostet so viel wie ein Besuch des Bergbaumuseums üblicher Weise auch, Kinder zahlen 50 Cent, Erwachsene zwei Euro. Die Ausstellung kann von 10-12 Uhr und von 14-17 Uhr besucht werden. (anna)


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