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Nachricht vom 13.05.2026    

Darum trägt eine Schule in Ruanda den Namen "Fußballkreis Westerwald-Sieg"

Von Regina Morkramer

Wieder gibt es gute Nachrichten von der Stiftung "Fly & Help" aus Kroppach: In Ruanda ist die Groupe Scolaire Murunda fertiggestellt worden. Wir haben nachgehört, warum sich ausgerechnet der Fußballkreis Westerwald-Sieg ganz besonders darüber freuen kann.

In Ruanda ist die Groupe Scolaire Murunda fertiggestellt worden. (Foto: "Fly & Help")

Kroppach/Region. Die von Reiner Meutsch gegründete Stiftung "Fly & Help" fördert bereits seit 2009 die Bildung durch den Bau von Schulen in Entwicklungsländern. Mittlerweile konnten mithilfe eines Fördervolumens von über 50 Millionen Euro rund 1000 Schulprojekte in 57 Ländern umgesetzt werden. "Denn nur, wenn Kinder lesen, schreiben und rechnen können, haben sie die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft", so das Credo der Stiftung. Dabei kommen alle Spenden vollständig dort an, wo sie gebraucht werden; die Kosten der Stiftung trägt Reiner Meutsch privat oder sie werden von Sponsoren übernommen.

Zu einer der neuesten realisierten Schulen gehört die Groupe Scolaire Murunda in Ruanda. "Das Ergebnis ist großartig. Die Kinder verfügen nun über sechs Klassenräume inklusive Möbeln, Wassertanks sowie ein Basket- und Volleyballfeld. Damit ist eine wunderbare Lernumgebung entstanden", heißt es vonseiten der "Fly & Help"-Stiftung. Insgesamt floss hier eine Fördersumme von 71.860 Euro, Projektpartner vor Ort war der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. Seit 1982 verbindet Rheinland-Pfalz und Ruanda eine sogenannte "Graswurzelpartnerschaft": Die Projekte im Rahmen der Zusammenarbeit gestalten sich nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort und rheinland-pfälzische Partner leisten bei der Realisierung Unterstützung. Dieses Modell ist in Deutschland einzigartig.

Die neue Groupe Scolaire Murunda ist dabei vor allem für den Fußballkreis Westwald-Sieg ein besonderes Projekt. Bei verschiedenen Gelegenheiten haben die Fußballvereine nicht nur um Punkte, sondern auch für den guten Zweck gespielt - für die Schule in Ruanda. Sie spendeten einen Teil ihrer Eintritts- und Verkaufserlöse der Spieltage an die Stiftung, die Schiedsrichter spendeten ihre Bezahlung, Spendenboxen für die Besucher wurden aufgestellt. "Die Unterstützung dieses Projekts spiegelt das Engagement der Fußballgemeinschaft des Westerwald-Sieg-Kreises für globale Bildung wider", hieß es deswegen bereits im Jahr 2024. "Mit dieser gemeinschaftlichen Aktion demonstriert der Fußballkreis Westerwald-Sieg einmal mehr, wie Sport Menschen verbinden und positive Veränderungen weit über lokale Grenzen hinaus anstoßen kann." Sogar ehemalige Bundesligaprofis zählten zu den Unterstützern, als im September 2024 die "Lotto-Elf" zugunsten des Projektes in Weyerbusch auflief.




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"Wollten gemeinsam etwas Gutes tun"
Initiator des Projekts war Marco Schütz, Vorsitzender des Fußballkreises Westerwald-Sieg und Vizepräsident des Fußballverbandes Rheinland. Er freut sich, dass das Engagement zu so einem guten Ergebnis geführt hat. "Wir haben im Fußballkreis 124 Vereine, die regelmäßig gegeneinander spielen, aber nie ein gemeinsames Ziel verfolgt haben. Das wollte ich ändern", erzählt Schütz im Gespräch mit dem AK-Kurier. "Auf der Suche nach einer sinnvollen Idee, was wir zusammen erreichen können, ist der Kontakt zu Reiner Meutsch entstanden." Meutsch habe erklärt, dass eine so große Summe wie für den Bau einer Schule nicht auf einmal aufgebracht werden muss. "Als er uns sagte, wir haben zwei Jahre Zeit dafür, war ich überzeugt: ‚Das kriegen wir hin mit unseren 124 Vereinen, das machen wir!‘" Schnell entschied man sich dann für eine Schule in Ruanda, dem rheinland-pfälzischen Partnerland.

Letztendlich sind dank des Einsatzes des Fußballkreises Westerwald-Sieg und all seiner Akteure sogar weit mehr als die damals anvisierte Summe von 50.000 Euro zusammen gekommen. Über rund 80.000 durch den Fußball gespendete Euro konnte sich die "Fly & Help"-Stiftung am Ende freuen. "Dadurch war es sogar möglich, an dem Standort nicht nur eine Standardschule zu bauen", erklärt Schütz. "Als bekannt war, welche Summe zur Verfügung steht, hat die Stiftung ihre Baupläne angepasst. Jetzt können hier mit 240 Kindern weit mehr Schüler beschult werden als ursprünglich gedacht." Mit Stolz erzählt Schütz abschließend: "Und diese Schule trägt nun den Namen ‚Fußballkreis Westerwald-Sieg‘!"

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten sind auf der Website der Stiftung zu finden.


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