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Nachricht vom 26.05.2026    

Explosion in Daaden im September 2025: Ermittlungen gegen zwei Spanier dauern an

Von Regina Morkramer

Eine Explosion hatte am 25. September 2025 den Ort Daaden erschüttert, ein Wohn- und Geschäftsgebäude wurde vollständig zerstört. Bislang musste sich dafür niemand verantworten, die Ermittlungen laufen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Koblenz noch.

Eine Explosion erschütterte Daaden im September 2025. (Foto: Archiv/RS Media)

Daaden/Koblenz. Es war an einem Donnerstagnachmittag, als es zu der Explosion in Daaden kam. Das Wohn- und Geschäftsgebäude mit Dönerimbiss in der Betzdorfer Landstraße 13 stand sofort in Flammen, wenig später stürzte es komplett ein. Die Trümmerteile flogen über weite Strecken, acht Personen wurden damals verletzt. Ein 15-jähriger Jugendlicher musste mit lebensgefährlichen Verbrennungen per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden. Der Mitarbeiter des Gasversorgungsunternehmens erlitt Brandverletzungen, die ebenfalls in einer Spezialklinik stationär behandelt werden mussten. Darüber hinaus erlitten mehrere Personen Knalltraumata und Schocks. Auch Monate nach der Explosion befand sich der lebensgefährlich verletzte Jugendliche nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Koblenz unverändert in "kritischem, aber insoweit stabilen Zustand in einer Spezialklinik".

Im Februar 2026 teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz auf Anfrage mit, dass nach damaligem Ermittlungsstand die "Ansammlung einer zündfähigen Gasmenge vor der Fassade des Gebäudes" zu der Explosion geführt hatte. Zum Zeitpunkt des Unglücks wurde an der Betzdorfer Landstraße das Glasfasernetz ausgebaut. Parallel zur Fahrbahn verlief aber auch die Gasversorgungsleitung. Die sei laut Staatsanwaltschaft bei den Erdarbeiten zum Ausbau des Glasfasernetzes durch den Einsatz eines Bodenverdrängungshammers (einer sogenannten "Erdrakete") punktiert, also beschädigt worden. Aus der Gasversorgungsleitung seien dann große Mengen Erdgas unter Druck durch den durch die "Erdrakete" hergestellten Bohrkanal unter der Fahrbahn hindurch in die Startgrube und von dort gegen die Hausfassade geströmt. Dort hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft letztlich ein zündfähiges Gas-/Luftgemisch gebildet, das später zur "Umsetzung", das heißt zur Explosion, gelangt ist.



Gutachten zum Schadenshergang wird erstellt
"Was genau die Zündung des entstandenen Gas-/Luftgemischs, die zur Explosion führte, hervorgerufen hat, ist unbekannt", so die Staatsanwaltschaft weiter. Schon Alltagsereignisse könnten dies ausgelöst haben. "Hierfür würde nach polizeilicher Mitteilung - ohne dass dies konkret als Ursache festgestellt worden wäre - zum Beispiel die Hitzeabgabe eines in Betriebstemperatur befindlichen Katalysators eines vorbeifahrenden Fahrzeuges ausreichen."

Wer nun für die Explosion zur Verantwortung gezogen werden könnte, ist weiterhin Bestandteil der Ermittlungen. Erst nach Abschluss der Ermittlungen kann entschieden werden, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werden wird. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden die andauernden Ermittlungen "derzeit gegen zwei aktuell 49 und 21 Jahre alte spanische Staatsangehörige geführt. Die beiden Beschuldigten werden anwaltlich vertreten. Derzeit wird rechtliches Gehör gewährt." Parallel dazu werden noch Zeugen vernommen, unter anderem auch im Ausland. Auch die Erstellung des Gutachtens zum mutmaßlichen Schadenshergang dauert an. Die weiteren Ermittlungen werden mindestens noch zwei Monate in Anspruch nehmen, erklärt die Staatsanwaltschaft abschließend.


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