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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 12.02.2019 - 11:30 Uhr    

Augengesundheit: Kurzsichtigkeit nimmt immer weiter zu

In der Nähe sieht man alles glasklar, doch weiter entfernte Gegenstände sind nur schwer erkennbar - bei der Kurzsichtigkeit handelt es sich um eine weit verbreitete, brechungsbasierte Fehlsichtigkeit der Augen. In Deutschland benötigt Studien zufolge knapp die Hälfte eines Abitur-Jahrgangs eine Sehhilfe. Und die Anzahl der Betroffenen könnte in den nächsten Jahren weiter steigen, warnen Experten. Denn neben genetischen Faktoren hat auch der Lebensstil Einfluss auf die Sehstärke.

Bildrechte: Flickr Can't See from far? Les Black CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die einen ersetzen die Brille am liebsten durch diskrete Kontaktlinsen, die anderen sehen sie als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit an. Ob pointed Cateye-Brillen, Doppelsteg-Brillen oder Modelle mit sogenannten Cut-Outs - die Sehhilfe hat sich zu einem Trend-Accessoire gemausert, von dem so mancher gleich mehrere Exemplare besitzt. Davon profitieren nicht zuletzt die Optiker, aber auch online boomt das Geschäft mit Sehhilfen. Edel-optics.de beispielsweise erlaubt es, nach Kriterien wie Gesichtsform, Rahmenmaterial oder Marke zu filtern - so kann man sich unter anderem alle verfügbaren Exemplare der Marke Cazal anzeigen lassen und bei Gefallen unkompliziert bestellen. Laut Angaben von Thomas Truckenbrod, Präsident des Zentralverbandes Deutscher Augenoptiker, verzeichnete die Branche 2018 ein Umsatzplus von zwei Prozent - das entspricht einem Gesamtumsatz von rund sechs Milliarden Euro.

Kurzsichtigkeit weltweit auf dem Vormarsch
An Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, leiden immer mehr junge Menschen. Die brechungsbasierte Fehlsichtigkeit, bei der man Dinge in mittlerer und weiter Entfernung unscharf sieht, hat in den letzten Jahren weltweit enorm zugenommen. Hierzulande soll bereits die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen auf eine Sehhilfe angewiesen sein. In China sind Studien zufolge sogar 95 Prozent der Jugendlichen von Kurzsichtigkeit betroffen.

Die Schuldigen: Gene, Umwelt und Lebensstil
Seit Jahren versuchen Forscher herauszufinden, warum sich Myopie derart rasant verbreitet und wie die Entwicklung gebremst werden kann. Im vergangenen Jahr haben Forscher der Gutenberg-Gesundheitsstudie der Universität Mainz herausgefunden, dass neben genetischen Faktoren insbesondere der Bildungsstand des Betroffenen Einfluss auf die Fehlsichtigkeit hat. Teilnehmer mit Hauptschulabschluss waren nur halb so oft kurzsichtig wie diejenigen, die 13 Jahre lang die Schule besucht hatten.

Das Lesen an sich - Forscher der Universität Tübingen führen es auf den starken Kontrast zwischen schwarzen Buchstaben und weißem Hintergrund zurück - und insbesondere das Lesen aus falscher Distanz und bei unzureichendem Licht belastet nachweislich die Augen und begünstigt eine Fehlsichtigkeit. Lesen bei Tageslicht wiederum entlastet sie und hilft dabei, dass das Sehorgan gesund bleibt.

Kinder und Jugendliche besonders gefährdet
In einer rundum digitalisierten Welt wird zudem das lange Starren auf einen Bildschirm zu einem echten Problem für die Augen. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen führt eine übermäßige Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. zu mehr Kurzsichtigkeit. Augenärzte empfehlen daher, die Computernutzung bei Vier- bis Sechsjährigen auf maximal 30 Minuten am Tag zu beschränken. Bei Grundschulkindern ist alles bis zu einer Stunde in Ordnung. Ansonsten gilt sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene: Je mehr Tageslicht das Auge sieht, desto besser für seine Gesundheit.



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